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Spinnen und andere Lästlinge

Spinnen

Spinnen sind Gliedertiere. Zu den Gliedertieren gehören all jene Tiere, welche ein mehr oder weniger hartes, äußeres Skelett (Chitinpanzer) mit untergliederten Extremitäten (Beine, Taster usw.) besitzen. Zu den Gliedertieren gehören neben den Spinnentieren (8 Beine) auch die Krebse (10 oder mehr Beine), die Insekten (6 Beine) sowie die Hundert- und Tausendfüßer (sehr viele Beine, zwischen 18 und 700).

Innerhalb der Gliedertiere gehören die Spinnen zu den Spinnentieren (8 Beine). Neben den Spinnen (deutlich zweigeteilter Körper) gehören hierzu die Weberknechte (Körper einteilig), die Skorpione (Taster mit Scheren, “Schwanz” mit Stachel), die Pseudoskorpione (meist kleiner als 5 mm, Taster mit Scheren, aber ohne “Schwanz”), die Milben (meist sehr klein, Körper einteilig, oft stark modifiziert bei parasitischer Lebensweise; bekannteste Vertreter sind die Zecken) und einige weitere kleinere Gruppen, die hauptsächlich in wärmeren Regionen vorkommen.

Spinnen haben einen zweiteiligen Körper. Am Vorderkörper sitzen zwei Kieferklauen, welche aus je einem Grundglied und einer Giftklaue bestehen, zwei kleinere Taster, 8 Beine und meist 8 Augen. Am Hinterkörper hinten unten Spinnwarzen, mit denen Spinnseide produziert wird.

Weltweit sind über 38 000 Spinnenarten bekannt. Fachleute schätzen dass sich bei intensiverer Forschung in den Tropen diese Zahl noch verdoppeln oder sogar verdreifachen wird.

Der Mund ist eine schmale Spalte (vergleichbar mit einem eingebauten Strohhalm), welche nur die Aufnahme von Flüssigkeit erlaubt. Nachdem die Beute mit einem Giftbiss getötet wurde, speit die Spinne Verdauungssaft auf das Beutetier; die verdaulichen Teile werden aufgelöst und dann aufgesogen.

Spinnen können monatelang ohne Nahrung auskommen. Das verdanken sie ihrem niedrigen Stoffwechselumsatz. Bei -4 Grad Celsius verfallen sie in eine Kältestarre, ab -7 Grad Celsius sterben die meisten Spinnenarten ab. Die Kreuzspinne hält es dagegen noch bis - 20 Grad Celsius aus, wobei die Wissenschaft das Geheimnis ihrer Kälteresistenz noch nicht enthüllt hat.

Spinnen können riechen und schmecken. So können sie ungenießbare Nahrung erkennen und einander identifizieren. Viele Sinnesorgane liegen auf ihren Tastorganen, den Pedialpen. Darüber hinaus tragen sie auch auf den Beinen Sinneshärchen, mit denen sie sogar richtungsrichtig Schwingungen wahrnehmen können; etwa in ihrem Netz. Das ist wichtig bei nachtakiven Spinnen.

Ob eine Spinne nachtaktiv oder tagaktiv ist, lässt sich an ihrer Färbung erkennen. Ist sie Grau, schwarz oder braun nuanciert, handelt es sich um eine nachtaktive Spinne, ist sie eher bunt, ist es eine tagaktive.

Spinnen produzieren Spinnfäden als Sicherheitsleinen, für den Kokonbau, als Fadenfloß und vor allem als Fanggeräte (Netze). Die Fäden bestehen aus Eiweiß; deshalb können Radnetzspinnen das alte Netz auffressen, wenn sie ein neues bauen. Die physikalischen Prozesse zur Produktion der Fäden versteht man noch nicht. Man weiß aber, dass der Faden aus flüssigem Eiweiß besteht, in welchem Eiweißkristalle eingelagert sind.

Spinnen besitzen ein Sortiment von Spinndrüsen, welche Fäden unterschiedlicher Qualität für unterschiedliche Zwecke erzeugen. Je nach dem (und je nach Größe der Spinne) liegt die Fadendicke in der Größenordnung von einem Tausendstel Millimeter. Viele Arten erzeugen daneben auch besonders feine Fäden von einem Hunderttausendstel Millimeter Dicke.

Spinnenfäden sind ähnlich reißfest wie Nylon, aber etwa doppelt so dehnbar. Insbesondere vor der Ära der Kunstfasern gab es einige Versuche, Spinnenfäden zur Herstellung von Textilien zu gewinnen, und einzelne Kleidungsstücke wurden auch angefertigt. Das Vorhaben scheiterte im Wesentlichen daran, dass – im Gegensatz zu Seidenraupen – die Spinnen in Einzelhaft gehalten und mit Insekten gefüttert werden mussten. Immerhin benutzte man bis zum 1. Weltkrieg Spinnenfäden fürs Fadenkreuz in Zielfernrohren.

Heute gehen Bemühungen dahin, Spinnseide von Bakterien oder Zwergziegen erzeugen zu lassen, denen dazu das Erbgut von Spinnen eingepflanzt wurde. Bisher erzeugen sie zwar das richtige Eiweiß (das bei Ziegen aus der Milch gewonnen wird), aber die Bildung von Fäden daraus ist bisher noch nicht gelungen.

Es gibt verschiedene Netztypen, die jeweils charakteristisch für eine Spinnenfamilie sind. Nicht alle Netztypen enthalten Leimfäden.
Spinnen können Fäden „ins Leere“ erzeugen. Wenn das freie Ende sich an einem Zweig verfängt, hat die Spinne eine Brücke als Ausgangspunkt für ein Netz, das beispielsweise ein Bächlein oder einen Weg überspannt.

Bei den bekannten Radnetzen hält die tropische Gattung Nephila den Rekord mit Netzen von bis zu zwei Metern Durchmesser.
Daneben gibt es soziale Spinnenarten, bei denen ein ganzes Spinnenvolk eine Gebüschgruppe von 10 m Länge mit einem Fangnetz überziehen kann.
Andere Spinnenarten bauen Netze von kaum mehr als einem Zentimeter Durchmesser.
Und schließlich baut rund die Hälfte aller Arten keine Fangnetze, sondern fängt ihre Beute schleichend, rennend oder lauernd.

Wenn eine kleine Spinne einen Faden in die Luft hinaus presst, dann genügt bald schon ein sanfter Wind, um den Faden samt Spinne mitzutragen. Solcherweise dahersegelnde Spinnen wurden schon auf Schiffen gefunden, die 100 Meilen von der nächsten Küste entfernt waren. Meist sind die Jugendstadien und kleine Arten fähig zur Fortbewegung mit dem „Fadenfloß“; große Spinnen sind dafür zu schwer. Im sogenannten Altweibersommer segeln Millionen von kleinen Spinnen durch die Luft.

Im Prinzip sind alle Spinnen giftig – sie brauchen ihr Gift zum Töten ihrer Beutetiere.
Von den über 38’000 weltweit bekannten Spinnenarten sind etwa 20 gefährlich für den Menschen. Keine davon lebt in Mitteleuropa. Ein paar wenige Spinnen haben keine Giftdrüsen mehr. Die Kräuselradnetzspinnen wickeln ihre Beute solange ein, bis sie sich nicht mehr bewegen kann.
Die Giftdrüsen erzeugen einen „Cocktail“ aus verschiedenen Bestandteilen. Bei den bis heute untersuchten Arten herrschen Nervengifte (Neurotoxine) vor, was biologisch Sinn macht, gilt es doch, die Beute möglichst rasch bewegungsunfähig zu machen. Andere Bestandteile zerstören Gewebe, Zellen oder Blut.

Wenn eine Spinne in Notwehr einen Menschen beißt, kann Folgendes geschehen:
 * Ihre Giftklauen vermögen unsere Haut nicht zu durchdringen (das ist der Normalfall).
 * Sie durchdringt unsere Haut, spritzt aber kein Gift. Das Ergebnis ist ein winziger Stich.
 * Sie durchdringt unsere Haut und spritzt Gift. Hier gibt es drei Möglichkeiten:
   - Die Bissstelle kann brennen, sich röten und anschwellen, ähnlich einem Mückenstich.
   - Bei zwei einheimischen Arten können stärkere Schmerzen und sogar Fieberschübe auftreten.
   - Bei etwa 20 von rund 38’000 Arten, die allesamt auf südliche bis tropische Länder beschränkt sind, können schwere Schäden bis hin zum Tode auftreten.

Spinnen beißen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Bei einigen südamerikanischen Kammspinnen (Phoneutria) kann das allerdings schon der Fall sein, wenn man ihnen sehr nahe kommt. Die berühmt-berüchtigten Schwarzen Witwen verstecken sich eher, als dass sie einen Angreifer beißen.

Das Männchen presst seinen Samen auf ein winziges Netzchen und saugt ihn dann mit einem Übertragungsorgan am Ende des Tasters auf. Mit einer Balz versetzt das Männchen ein Weibchen von Fress- in Fortpflanzungsstimmung, dann wird der Samen in die weibliche Geschlechtsöffnung gebracht. Das Weibchen legt, je nach Art, wenige bis über 2000 Eier und umspinnt sie zu einem Kokon. Dieser wird von vielen Arten an einer geeigneten Stelle festgesponnen und von einigen auch bewacht, von anderen Arten mitgetragen, bis die Jungen schlüpfen.
Das Gruselfilm-Motiv der Spinne, die einem Opfer ein Ei unter die Haut legt, ist Unsinn: Spinnen haben keinen Legestachel; die Eier quellen aus der Geschlechtsöffnung am Bauch.

Im Gegensatz etwa zu den Larven der Schmetterlinge, den Raupen, sehen Jungspinnen, wenn sie aus dem Ei schlüpfen, schon wie Spinnen aus. Wegen des starren Außenskeletts müssen sich Spinnen wie andere Gliederfüßer im Laufe ihres Wachstums mehrmals häuten – kleine Arten etwa viermal, Vogelspinnen bis 20 mal.

Die meisten einheimischen Arten vollenden ihren Lebenszyklus innerhalb eines Jahres. Unter den kleinen Arten gibt es solche, die in einem Jahr drei Generationen zu Stande bringen, daneben gibt es Arten, die mehrere Jahre alt werden können. Eine Vogelspinne wurde in Gefangenschaft 27 Jahre alt; in der Natur wurde eine Falltürspinne in Australien 27 Jahre lang beobachtet.

Die meisten Spinnen sind Einzelgänger; es gibt jedoch eine Reihe von Ausnahmen:
 * Frisch geschlüpfte Spinnen bleiben einige Tage oder Wochen mit ihren Geschwistern zusammen. Bei manchen Arten werden sie von der Mutter bewacht, bei Wolfspinnen auf dem Rücken mitgetragen, bei einzelnen Arten sogar mit vorverdauter Nahrung gefüttert.
* Bei einem oder zwei Dutzend Arten der subtropischen Gattung Stegodyphus baut ein ganzes Spinnenvolk gemeinsam ein Fanggewebe und teilt sich auch die Beute.
* Ungeklärt sind seltene Massenansammlungen von Spinnen aus einer oder mehreren Arten. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Vorbereitung zum Flug am Faden.
* Mindestens für die Paarung ist eine gewisse Verträglichkeit erforderlich.

Außerdem kommen südlich der Alpen kleine Diebsspinnen vor, die in den Netzen großer Arten leben und diesen die Beute klauen.

Bei den meisten Arten trennen sich die Tiere nach der Paarung friedlich; wenn freilich ein Männchen nicht früh genug das Weite sucht, kann schon einmal ein Unfall geschehen.
Bei einer Minderheit der Arten leben Männchen und Weibchen tage- oder wochenlang friedlich zusammen.
Und dann gibt es eine andere Minderheit, bei der das Fressen des Männchens die Regel ist. Es sind dies Arten, bei denen die Männchen ein Vielfaches kleiner als die Weibchen sind; sie haben wenig Reserven und deshalb nur geringe Aussichten, noch ein weiteres Weibchen zu finden und eine zweite Paarung zu Stande zu bringen. Unter diesen Umständen ist es biologisch sinnvoll, wenn ihre Nährstoffe dem eigenen Nachwuchs zu Gute kommen.

Für einige Lebensräume wurden schon über eine Million Spinnen pro Hektare errechnet, welche rund 50 Tonnen Beute pro Jahr fressen – oder weit über eine Milliarde Beutetiere.
Spinnen ernähren sich überwiegend von Insekten. Wer Insekten insgesamt als Plage empfindet, wird Spinnen deshalb als Nützlinge betrachten; ein Imker dagegen wird die Radnetzspinnen in der Nähe seines Bienenhauses eher als schädlich empfinden.
Spinnen gehören zur Lebensgemeinschaft auf unserer Erde und leisten ihren Beitrag zur Erhaltung des natürlichen Gleichgewichtes. Sie vergiften weder Wasser noch Luft, sie bauen keine Bomben und führen keine Kriege um Erdöl – und sie waren lange, lange vor uns da.

Da die meisten Spinnen ein verstecktes Leben führen, weiß man gerade bei den seltenen Arten meist nichts über die Bestandesentwicklung. Hingegen weiß man, dass sie empfindlich auf Veränderungen der Umwelt reagieren – deshalb eignen sie sich gut zur Beurteilung des ökologischen Wertes von Lebensräumen. Auf einem intensiv bewirtschafteten Acker kommen beispielsweise nur etwa zwei bis drei Dutzend Spinnenarten vor, an einem Waldrand können es 200 Arten sein!
Wer sich für die Erhaltung natürlicher Lebensräume einsetzt, hilft auch den Spinnen.

Es gibt einige Arten, die regelmäßig in Häusern vorkommen und in unserem Klima nicht über längere Zeit im Freien überleben können.
Daneben kommen im Sommer und Herbst gelegentlich Spinnen von draußen herein. Sie sind nicht ans Leben in Häusern angepasst und sterben spätestens, wenn man im Herbst zu heizen beginnt; dann sinkt die Luftfeuchtigkeit, und die Spinnen vertrocknen.

Angst oder Ekel vor Spinnen sind kein Naturgesetz! Es gibt Völker, die keine Angst vor Spinnen haben, und solche, denen Spinnen heilig sind. Fachleute sind der Meinung, Spinnenangst (Arachnophobie) sei (unbewusst) anerzogen, d.h. traditionell weitergegeben, ohne darüber nachzudenken: Wenn die Mutter mit Abscheu reagiert, wird das Kind Spinnen als etwas Garstiges wahrnehmen.

Die ältesten versteinerten Spinnen sind etwa 400 Millionen Jahre alt, also wesentlich älter als die Saurier.

Ameisen
Wussten Sie, dass...

• Blattschneiderameisen-Kolonien aus mehreren Millionen Individuen (eine einzige Königin legt in ihrem Leben bis zu 150 Mio. Eier!) bestehen können? Jedem Individuum ist ein Aufgabengebiet zugeteilt, das exakt erfüllt wird - ein Superorganismus!

• Ameisen-Königinnen durchschnittlich bis zu zwölf Jahre alt werden können? Jedoch, wenn sich zwei oder mehr Königinnen die "Regentschaft" über ein Volk teilen, diese jeweils nur ca. zwei Jahre alt werden. Der Ameisenforscher H. Appel konnte eine Ameisenkönigin (aus der Art Lasius niger) 28 Jahre, 9 Monate beobachten. (Die Arbeiterinnen dieser Art leben nicht so lange.)

• ein grosses Ameisenvolk in unseren Wäldern an einem einzigen Sommertag bis zu 100.000 Beutetiere (meist ebenfalls Gliederfüsser) ins Nest schaffen kann?

• über 85 % aller toten Tiere von Ameisen gefressen werden? Dabei handelt es sich meist um andere Insekten, die in die Ameisenbauten als Futter eingeschleppt werden.

• die "Schwarzbraune Wegameise" wie Viehhirten ihre Futterspender betreut? Sie hält sich Blatt- oder Schildläuse, deren süsse Ausscheidungen gerne gefressen werden. Als Gegenleistung beschützt diese Ameisenart ihr "Vieh" vor Feinden.

• die schnellste körperliche Reaktion von einer Ameisenart ausgelöst wird? Die Ameise Odontomachus bauri kann ihre Kiefer in weniger als einer tausendstel Sekunde zuschnappen lassen! Das muss sie auch, wenn sie ihre Beute, Springschwänze, erwischen will... (eine Vergleichszahl: eine Gottesanbeterin schnappt ihre Beute innert 40 Millisekunden).

• alle Ameisen zusammengenommen mehr Fleisch pro Tag verzehren als alle anderen Fleischfresser (Säugetiere) zusammen? Mit "Fleisch" ist hier nicht nur 'lebendiges' (z. B. andere Insekten), sondern auch Aas und Kadaver gemeint.

• Ameisen "Honigtöpfe" herstellen? Honigtöpfe nennt man die gemästeten Arbeiterinnen einer Wüstenameisen-Art, die das Nest nicht verlassen und von ihren Genossinnen gefüttert werden - als lebender "Speicher" für schlechte Zeiten...

• Blattschneiderameisen für das Verschwinden von ca. 15 Prozent des Regenwald-Grüns verantwortlich sind? Diese Menge an Laub und Blättern verschwindet in den unterirdischen Nestern der Kolonien... die restlichen 85 Prozent wird irgendwann mal der Mensch vernichtet haben.... leider...

• Ameisen mit ihren Körperdüften Spuren hinterlassen? Damit zeigen sie nachfolgenden Ameisen - derselben Art - den Weg zum Futter an..

• der Arion-Bläuling (ein Schmetterling) ohne Ameisen gar nicht leben könnte? Die Larve des Schmetterlings wird von Ameisen in deren Nest getragen. Dort frisst die Schmetterlingslarve die Ameisenlarven und gibt dafür den Ameisen süsse Körpersekrete ab (die anscheinend danach ganz verrückt sind)...

• Ameisen immer den kürzesten Weg zur Nahrungsquelle nehmen? Möglich wird dies dadurch, dass auf den kürzeren Wegen mehr Ameisen hin und her laufen und damit mehr Duftstoffe verteilt werden, die dann von den anderen Artgenossen wahrgenommen werden...

• eine einzelne Ameise durchschnittlich zwischen einem und fünf Milligramm wiegt?

• die kleinsten Ameisen nicht einmal 1 Millimeter, die grössten jedoch bis zu 7 Zentimetern gross werden können?

• die "Arbeiterinnen" der Art "Carebra" so klein sind (im Gegensatz zur Königin), dass sie sich beim Hochzeitsflug an den Beinen der Königin anklammern können und nach der Befruchtung der Königin mit dieser ein gemeinsames, neues Nest bauen?

• die Soldaten der Art "Dinoponera grandis" eine Körperlänge von 30 mm erreichen? Diese Art lebt in Brasilien. Wie Sie aus dem lateinischen Namen ersehen konnten, handelt es sich - ob ihrer Grösse - um die "Dinosaurier" unter den Ameisen...

• manche Ameisenarten bis zu 1 (einem) Meter pro Sekunde laufend zurücklegen können?

• Cataglyphis bicolor (Sahara) höchste Temperaturen erträgt? Hitze über 50 Grad Celsius kann sie nicht von ihren Tätigkeiten abhalten..

• Blattschneiderameisen Blattstücke mit einem Gewicht bis zum 10-fachen ihres eigenen Körpergewichtes mit ihren Zangen tragen können? Diese Blattstücke werden in die unterirdischen Nester eingetragen und dienen dort zur Aufzucht von Pilzen, die wiederum als Nahrung für die Ameisen dienen...

• Sie Pharaoameisen relativ leicht von anderen Ameisen unterscheiden können? Achten Sie auf: die zwei Knötchen zwischen Brust und Hinterleib, auf die Farbe (hellbraun bis hellgelb) und auf die Grösse (winzigklein, max. 2,5 mm lang)...

• das es eine Ameisenart gibt, die sogar Leder durchbeissen kann? Es sind dies die "Soldatinnen" einer in den Tropen lebenden Art, deren Aufgabe es ist, das Nest vor Eindringlingen zu schützen...

• sich Weberameisen auf einer glatten Fläche mit den Fussgliedern so stark festhalten können, dass fast das 200-fache Ihres Körpergewichtes benötigt wird, um diese Verbindung zu lösen? Möglich wird dies durch die besondere Gestaltung/Ausstattung (mikroskopisch feine Härchen) der "Fusssohle"...

• sich eine der grössten Ameisenkolonien in Japan (Hokkaido; Ishikari-Küste) befindet? Ca. 306 Millionen Ameisen mit 1,08 Millionen Ameisen-Königinnen leben in 45.000 miteinander verbundenen Nestern auf einer Gesamtfläche von 2,7 Quadratkilometern.

• auch Kalifornien mit Ameisen reichlich gesegnet ist? Von "Frisco" bis San Diego erstreckt sich eine riesige Kolonie (mit tausenden Völkern)...

• in Mitteleuropa ebenfalls eine riesige Kolonie beheimatet ist? In der Schweiz, im Landesteil Waadtland, leben auf ca. 70 ha ca. 300 Millionen Individuen...

• in Südeuropa die grösste Ameisenkolonie entdeckt wurde? Fast 6.000 km ziehen sich - entlang der Mittelmeerküsten - Volk neben Volk, Nest neben Nest der "Argentinischen Ameise" dahin...

• sich in einem Nest der afrikanischen Treiberameise (Anoma wilverthi) manchmal über 20 Mio. Einzeltiere befinden?

• in den Tropen die Ameisen über ein Viertel der Tier-Biomasse ausmachen? Auf den gesamten Planeten umgerechnet sind es allerding nur ca. 15 Prozent...

• auf einem einzigen Baum im Regenwald Brasiliens 61 verschieden Ameisenarten gefunden wurden?

• die seltenste Ameisenart in Australien gesichtet wurde? Es handelt sich um die Art Nothomyrmecia macrops, die erstmals 1931 gesichtet wurde (eigentlich eine Sensation, denn bei dieser Ameisenart handelt es sich um eine Ur-Ameisenart, mit noch sehr stark vorhandenen verwandtschaftlichen Merkmalen zu den Wespen!). Die nächste Sichtung war ca. - durch Zufall! - ein halbes Jahrhundert später - und.... seitdem nicht mehr!

• die unterirdischen "Gärten" der Blattschneiderameisen riesige Dimensionen annehmen können? Innerhalb von 6 Jahren legte ein Ameisenvolk über 1.900 Kammern an. 40 Tonnen Erde mussten dafür bewegt werden und insgesamt 6 Tonnen von Blattstücken in die Kammern getragen werden...

• es ca. 12.000 Arten (bekannte Arten! Die noch unbekannten sind hier natürlich nicht mitgezählt!) von Ameisen es gibt? Davon leben die meisten in tropischen Ländern... in Grönland gibt es gar nur eine Art...

• auch heutzutage noch neue Insektenarten entdeckt werden? 2003 wurde in Österreich eine bisher unbekannte Ameisenart entdeckt (und daraufhin "Lasius austriacus" benannt)...

• in Kuba die Süsskartoffeln durch ein vermehrtes Auftreten eines Rüsselkäfers geschädigt wurden? Durch das Einbringen von einer Ameisenart, die den Rüsselkäfer, seine Eier und Larven in Schach hält, konnten die Ernteerträge wieder gesteigert werden. (Durch den Wegfall der Wirtschaftshilfe der ehemaligen Sowjetunion sah sich Kuba genötigt, nach anderen Schädlingsbekämpfungsarten - anstelle von teuren Pestiziden - Ausschau zu halten. Kuba ist mittlerweile ein Land geworden, das Ernteschädlingen zumeist mit biologischen Methoden an den Kragen geht.)

• sich die Schätzungen über die Anzahl der Ameisenarten bei ca. 9.500 eingependelt haben? Davon leben in Europa ca. 200 Arten. Nur Grönland und Island sowie die Antarktis sind "ameisenfrei"...

• Treiberameisen (Afrika, Indien) auf ihrer Wanderschaft über alles herfallen? Selbst Menschen flüchten aus ihren Behausungen, wenn diese Ameisen auf Beutezug sind. Die Hütten und Häuser sind allerdings anschliessend ungezieferfrei!

• Sie Pharao-Ameisen (gelblich, 1,5 bis 2 mm lang, 2-knotiges Verbindungsstück zwischen Brust und Hinterleib), wenn Sie bei Ihnen auftreten sollten, der Gesundheitsbehörde melden müssen? Diese, aus Reisen in tropische Länder eingeschleppten Ameisen, werden besonders in Spitälern dem Menschen gefährlich, weil sie durch ihre Winzigkeit unentdeckt - sogar bis unter die Wundverbände - eindringen können...

• mittel- und südamerikanische Ameisen den Pfeilgift-Fröschen Gift "spenden"? Feuerameisen (Solenopsis azteca) tragen ein sehr wirksames Gift in sich, dass sie, wenn sie von den Fröschen gefressen werden, in deren Körper abgeben...

• sich Ameisen gerne als "Samenverbreiter" einspannen lassen? Allerdings nicht ohne Gegenleistung: Das "Grosse Schöllkraut" bietet den Ameisen ölhaltige Pflanzenteile an - an denen die einzelnen Samen hängen. Die Ameisen tragen nun diesen Leckerbissen mitsamt dem Samen in ihr Nest.

• eine Ameise das "giftigste" Insekt ist? Pogonomyrmex maricopa kann mit 12 Stichen eine grosse Ratte töten! Wird ein Mensch gestochen, fühlt er einige Stunden lang einen immensen Schmerz...

• in Brasilien noch im Jahre 1959 die "Marktpreise" für - essbare, geröstete - Ameisen von der Behörde festgesetzt wurden?

• das Pharaoameisen (Monomorium pharaonis) ziemlich schmerzhaft beissen können? Sie säbeln - z. B. unter Verbänden ! - Fleischstückchen aus Ihrer Haut. Die beschädigten Hautstellen entzünden sich dann..

• Sie aufmerksam werden sollten, wenn auch nur eine einzelne Ameise in Ihrem Haus/Wohnung auftaucht? Das könnte ein "Kundschafter" sein...

• in früheren Zeiten Wegameisen eingesetzt wurden, um Rheuma zu lindern? Angeblich soll ihr Stich (Stachel/Hinterleib) helfen, diese Krankheit etwas zu lindern...

• ein Stamm der Amazonas-Indianer (also der dortigen Ureinwohner) eine bestimmte Ameisenart zu sich nehmen? Sie brauen aus den Ameisen einen Tee und bekämpfen damit Darminfektionen...

• sich viele Menschen von Insekten ernähren? Die Mexiker essen z. B. mit Honig vollgefressene Ameisen ("Honigtöpfe"), die darüberhinaus in Schokolade getunkt wurden...

• Sie Ameisen mit einfachen Mitteln vom Haus fernhalten können? Pflanzen Sie (als Gartenbesitzer) in der Nähe des Hauseinganges folgendes an: Thymian, Lavendel, Wacholder, Minze, Paradeiser usw. - also stark riechende Pflanzen...

• 135 Millionen Jahre alte Bernstein-Tröpfchen gefunden wurden, mit eingeschlossenen Ameisen darin? Kürzlich wurde wieder ein Stück Bernstein gefunden - mit einer 92 Mio. Jahre alten Ameise darin! Das heisst, diese Ameisen lebten bereits zu Dinosaurier-Zeiten!

• die Ameisenstrassen von Blattschneiderameisen durch Duftspuren (Pheromone) dort vorher gelaufener Ameisen markiert wurden? Jede nachfolgende Ameise nimmt den Geruch auf und folgt der Spur...

• die Blattschneider-Ameisen die Herstellung von Antibiotika schon lange im "Griff" haben? Seit mehr als 50 Mio. Jahren gibt es diese Insektenart, und genau so lang tragen die Arbeiterinnen abgebissene Pflanzenteilchen in ihren Bau. Dieses organische Material würde verfaulen/verwesen bzw. von Pilzen befallen werden, wenn die Ameisen nicht ein bestimmtes Bakterium drauf aufbringen würden, das diesen Vorgang verhindert...

• die gesamte Körpermasse aller derzeit auf der Welt lebenden Ameisen zusammengewogen soviel Masse (Gewicht) hat als die Körpermasse aller Menschen? Jedoch alle Gliederfüsser zusammengezählt ergibt eine geschätzte Anzahl von 10 hoch 18 Individuen. Davon sind 10 hoch 15 nur Ameisen (im Jahre 1965 durch Williams geschätzt). Mit anderen Worten: 10 Prozent - der auf der Erdoberfläche lebenden tierischen Biomasse - sind Ameisen! Das bedeutet für uns Menschen: Dieser Planet ist nicht für uns, sondern für die Ameisen bestimmt!

• Sie in den USA eine "Ameisenfarm" kaufen könnten? Diese sieht aus wie ein Kinderspielzeug, kann aber ernstlich als Beginn einer Ameisenzucht dienen...

• Ameisen von vielen Kulturen als nützlich betrachtet werden/wurden? Schon im Alten Testament wird dies durch den Spruch (von König Salomo) "Geh' zur Ameise, sieh' ihre Weise und lerne, du Fauler." ausgedrückt...

• tote Ameisen anders riechen als lebendige? Wir Menschen können den Geruch natürlich nicht wahrnehmen, Ameisen aber schon. Dieser Geruchssinn hilft ihnen, ihr Nest sauber zu halten und Ameisenleichen ins Freie zu befördern. Dies machen sie aber auch mit lebendigen Artgenossen, wenn diese im Versuch mit diesem Duftstoff benetzt wurden. Kurioserweise stellen diese sich dann tot und wehren sich nicht...

• sich Ameisen durch "Gärtnerarbeiten" schützen? Eine Ameisenart aus Ostafrika (Crematogaster nigriceps), die z. B. auf Akazienbäumen lebt, sorgt durch "Beschneiden" der Triebe dafür, dass der Baum keinen Kontakt mit einem Nebenbaum bekommt, auf dem vielleicht eine agressive Ameisenart lebt, die den hiesigen den Garaus machen würde!

• die "Roten Waldameisen" keinen Stachel, jedoch eine "Giftspritzdüse" am Hinterleibsende haben? Mit dieser Waffe spritzen sie ihr Gift bis zu einen halben Meter weit!

• die in der Sahara lebende Wüstenameisen (Cataglyphis fortis, Cataglyphis bicolor und Cataglyphis bombycinus) sich nicht verläuft? Sie orientiert sich am Polarisationsmuster des Himmels und kann so über viele Meter (sogar hunderte) wieder in das unterirdische Nest zurückfinden. Neueste Untersuchungen ergaben jedoch, dass sie sich auch nach der zurückgelegten Wegstrecke - und zwar stracks nach der Luftlinie - zurechtfinden...

• die "Argentinische Ameise" (der Art Iridomyrmex) innerhalb einer Pflanze lebt? Die Epiphytenplanze Myrmecodia lebt "auf" anderen Pflanzen und kommt dadurch nicht zu genügend Mineralstoffen. Diese Stoffe werden durch die in der Pflanze lebenden Ameisen herangeschafft, diese wieder lieben den Nektar der Pflanze - eine perfekte Symbiose. (Die Pflanze produziert einen Lockstoff, den die Ameisen gerne zu sich nehmen. Im Gegenzu schützen die Ameisen die Pflanze vor Fressfeinden...)

• Ameisen die chemische Kriegsführung "erfunden" haben? Ameisen-Arten, die andere Arten "versklaven" (also überfallen, die Puppen rauben und sie später für sich "arbeiten" lassen) verströmen beim Angriff auf ein Ameisennest "Alarm-Düfte". Die angegriffenen Ameisen geraten in Panik und verlassen das nun schutzlose Nest.

• es ca. 10-tausend Billionen (das ist eine Eins mit 16 Nullen) Ameisen auf diesem Planeten gibt? Ungefähr 500 Ameisenforscher "kümmern" sich um diese...

• ich die meisten Anfragen zu "Ameisen" erhalte? Das passt genau zur Tatsache, dass die meisten Individuen auf diesem Planeten eben Ameisen sind...

• nicht jedes Ameisenmännchen jederzeit auf "Kampf" eingestellt ist? Ameisenmännchen einer in den Tropen lebenden Art schmiegen sich an die Weibchen der eigenen Art und deren Duftstoffe aufzunehmen und danach "geruchlich" nicht mehr als Männchen erkennbar sind...

• Ameisen einer südamerikanischen Art nicht sklavisch der Königin ergeben sind? Werden sie jedoch zu "selbständig" und zu "frech", werden sie von Artgenossen mit einem Duftstoff markiert, der sie sozusagen als "vogelfrei" erklärt und sie nicht selten totgestochen werden...

• Ameisen Artgenossen aus fremden Nestern rauben? Diese werden dann für die Pflege der eigenen Eier und Aufzucht der eigenen Jungameisen "eingesetzt"...

• man, wenn man ein buntes Blütenblatt auf einen Ameisenhaufen legt, ein paar Stunden später ein WEISSES Blütenblatt findet? Grund: Die Ameisen verspritzen Ameisensäure auf das Blütenblatt...

• gewisse Ameisenarten die meiste Zeit ihres Lebens ruhen? "Nur" ca. 30 Prozent der Lebenszeit wird mit Arbeit verbracht (in dieser Zeitspanne wird allerdings Schwerstarbeit geleistet)...

• Ameisen Baumharz sammeln und es in das Nest eintragen? Forscher fanden und finden immer wieder bis zu 15 kg schwere Brocken davon in Ameisenbauten. Es wird vermutet, dass die Ameisen die bakterienhemmenden Eigenschaften des Baumharzes kennen und anwenden...

• Ameisen es geschafft haben, Stauproblemen auf Ameisenstrassen aus dem Weg zu gehen? Treffen zuviele Ameisen auf dem Weg zur Futterquelle mit Ameisen, die auf dem Rückweg sind, zusammen, kann es ein Problem geben! Die Lösung ist, dass Ameisenstrassen immer mindestens 2-spurig (parallel) angelegt sind, aber meist nur die "Hauptspur" (das ist die mit den meisten Duftnoten) verwendet wird. Steigt nun die Individuenfrequenz der emsigen Ameisen über einen gewissen Schwellwert, wird automatisch auf die "Parallelstrasse" ausgewichen....

Bienen und Hummeln
Wussten Sie, dass...

• eine Bienenart ihr Nest mit Blütenblättern auskleidet? Es handelt sich um die Mohnbiene (Osmia papaveris, etwa so gross wie eine Honigbiene, lebt in Gruppen von ca. 20 Artgenossen), die die Blütenblätter des Klatschmohnes sammelt und in ihr Nest trägt und sie damit "austapeziert". In dieses Nest legt sie einen Futtervorrat an und legt darauf ein Ei...

• der Drohn (Drohnen sind männliche, spermientragende Bienen) nach der Begattung stirbt? Der Penis sowie weitere Teile des Begattungsapparates verbleibt in der Scheide der Königin, das überlebt der Drohn natürlich nicht. Übrigens: Anhand der abgerissenen Penisse in der Königinnen kann der Imker die Anzahl der Begattungen "ablesen"...

• eine Bienenkönigin der Art Apis dorsata mit über 50 verschiedenen Männchen/Drohnen "Hochzeit gefeiert" hat? Diese Art ist als die Art mit den meisten Einzelkopulationen pro Hochzeitsflug bekannt...

• eine Honigbienen-Königin in den Monaten April bis August täglich bis zu 2.000 Eier legt? Aus diesen Eiern schlüpfen: Drohnen (leben bis zu 3 Monaten), Arbeitsbienen (bis zu 6 Wochen) und "Winterbienen", die vom August bis zum April überleben. Die Königin kann bis zu 4 Jahre ihrer Hauptaufgabe nachgehen.

• das Hummelmännchen der Art "Dunkle Erdhummel" vor der Paarung den Stachel der Hummel-Königin herauszieht? Dies scheint jedoch dieser nichts auszumachen, denn es übernimmt ohne weiteres nun die Spermien des Männchens...

• Drohnen (= männliche Bienen) einen schrecklichen Tod im Bienenstock sterben müssen? Nachdem sie die Königin befruchtet haben, sind sie überflüssig und werden von den Arbeitsbienen getötet...

• Bienen-Königinnen (von staatenbildenden Arten) durchschnittlich 6 Jahre alt werden können?

• Hummeln "leergesaugte" Blüten markieren? Damit wollen sie später kommenden Artgenossen mitteilen, dass es hier nichts mehr zu holen gibt.

• an einem schönen Sommertag die Bienen eines einzigen Volkes über 2 Mio. Blüten besuchen? Mit jedem Besuch bestäuben sie auch die Blüten und sichern so den Weiterbestand dieser Pflanzen.

• eine einzige Hummel pro Stunde ca. 1.500 Blüten besucht? Damit ist sie noch fleissiger als ihre Cousinen, die Bienen...

• Bienen weisse Blüten farbig sehen? Sie haben - im Gegensatz zum Menschen, der nur 3 Opsinen in der Netzhaut hat - 4 Opsinen (= Photopigment)...

• Bienen den Geruchs- und Geschmackssinn angeboren haben? Eine Biene muss also nicht erst lernen, welche Blüte sie ansteuern muss...

• Hummeln, die erkrankt sind, dies spüren und sich sowenig wie möglich im heimatlichen Nest aufhalten, um andere nicht anzustecken?

• die Bienen das UV-Licht wahrnehmen können? Sie nimmt damit das - für uns Menschen unsichtbare - Polarisationsmuster des Himmels wahr und kann sich damit auch bei bedecktem Himmel gut orientieren.

• es stachellose Bienen gibt? Diese können sich allerdings trotzdem wehren: durch Beissen oder ätzende Sekrete. Keine Angst, liebe/r Mitteleuropäer/in! Diese Bienen leben in den Tropen...

• die Flügelschlagfrequenz einer Hummel gemessen werden konnte? Sie beträgt 10 hoch -2 Sekunden...

• nicht jede heimkehrende Biene gleich gut den im Stock verbleibenen Artgenossen die nächste Futterquelle durch den Schwänzeltanz anzeigen kann? Es gibt - wie bei den Menschen - "tanzbegabte" und weniger tanzbegabte Individuen...

• es cirka 30.000 bis 40.000 Bienen-Arten gibt? Wenige, wie unsere Honigbiene, leben in "Völkern", die meisten sind Einzelgänger ("solitär")...

• im Himalaya lebende Bienenvölker im Frühjahr wieder zu ihrem "Stammbaum" zurückfinden? Noch ist nicht erforscht, wie die Königin das - orientierungsmässig - schafft...

• von über 250 bekannten Arten von Wildbienen bereits wieder ca. 50 Arten ausgestorben sind? Die intensive Landwirtschaft Mitteleuropas "verdrängt" die Futterpflanzen (die der Landwirt als "Unkraut" ansieht) dieser Insekten. Einige dieser Wildbienen sind derart an eine bestimmte Pflanze "angepasst", dass sie sich nicht schnell genug auf eine andere umstellen können.

• es in Mitteleuropa ca. 30 Hummelarten gibt? Diese unterscheiden sich nicht nur durch die Grösse, sondern auch durch die Färbung des "Pelzes"...

• es in Österreich ca. 140 Sandbienen-, 3 Holzbienen- und insgesamt über 670 Wildbienenarten (dazu zählen Steinhummel-, Blattschneiderbienen-, Mauerbienen-, Zottelbienen-, Wespenbienen- und Kuckucksbienen-Arten) gibt? Europaweit gibt es ca. 1.000 Arten...

• "... die Einfuhr von Bienenköniginnen nach Österreich mit höchstens 15 Begleitbienen zulässig ist und dies der Bewilligung des Bundeskanzlers bedarf..."? So oder so ähnlich steht es in den diesbezüglichen Durchführungsbestimmungen...

• eine Honigbiene für 1 kg Honig ca. 150.000 "Ausflüge" machen muss? Sie besucht dabei ca. 20 Mio. Blüten und fliegt pro Ausflug ca. 1 km (also insgesamt 150.000 km).

• Bienen unsere Haustiere mit der grössten Anzahl sind? Über 52 Millionen Bienenstöcke - weltweit- beherbergen über 3 Billionen (=eine 3 mit 12 Nullen!) Bienen...

• ein "Bienenstock" - im Traum gesehen - einem Traumdeuter folgendes sagt: a) geordnete Gesellschaft/Gemeinschaft, b) standhaft gegen ein Chaos, c) harte Arbeit, d) mögliche Sparsamkeit...

• die Bienen die "reglementiertesten" Insekten sind? Da gibt es z. B. ein Gesetz, das besagt: "...zieht ein Bienenschwarm aus, so wird er herrenlos, wenn nicht der Eigentümer ihn unverzüglich verfolgt..." - und weiter im Gesetzestext: "Vereinigen sich ausgezogene Bienenschwärme mehrerer Eigentümer, und werden diese von den Eigentümern verfolgt, werden diese Miteigentümer des gesamten eingefangenen Schwarmes..."

• Bienen auch für das Aufspüren von Landminen eingesetzt werden KÖNNTEN? Denn Landminen sondern kleinste Mengen von TNT (Sprengstoff) ab, die sich auf Blütenpollen festsetzen. Heimkehrende Bienen könnten auf diese Spuren untersucht werden...

• Bienen durch ihre "Bestäubungstätigkeit" alleine in den USA über 8 Millionen US-Dollar "verdienen"? Die Bienenvölker bestäuben z. B. die Feldfrüchte, die dann den genannten Ertrag erbringen...

• Bienen als "Bakterienbekämpfer" eingesetzt werden? In manchen Obstplantagen tritt der "Feuerbrand" auf, der die Bäume schädigt. Bienen, die die Blüten der Obstbäume ansteuern, werden beim Verlassen der Stöcke mit einem "Gegenmittel" (Erwinia herbicola) bestäubt und bringen es zu den Blüten...

• es den Bienen in Kirkland (Illinois/USA) per Gesetz verboten ist, über bebautes Stadtgebiet zu fliegen...

• Bienen die ältesten Süssstoff-Lieferanten der Menschheit sind? Davon bezeugen fast 8.000 Jahre Abbildungen von Honigwaben in einem Tempel in Anatolien/Türkei. Welches Volk diese Abbildung uns hinterlassen hat, ist angeblich nicht bekannt...

• Salben aus Honig in der Heilkunde früherer Kulturen eine wichtige Rolle gespielt haben? Die "alten Ägypter" benutzen eine Honigsalbe zur Behandlung von offenen Wunden...

• wenn Sie von einer Biene gestochen wurden, den zurückgebliebenen Stachel nicht mit den blossen Fingern aus der Haut herausreissen sollten? Sie drücken damit unabsichlich auf die Giftdrüse und verbringen so noch mehr Gift in die Einstichstelle...

• Bienen die afrikanischen Bauern vor Elefantenfrass schützen? Einmal von Bienen gestochene Elefanten meiden (Ernte-)Flächen, die von Bienenstöcken und deren Bewohnern umringt sind...

• "Honig der natursüsse Saft ist, der von Bienen der Art Apis mellifera erzeugt wird, indem die Bienen Nektar und Pflanzen, Absonderungen lebender Pflanzenteile oder auf den lebenden Pflanzenteilen befindliche Sekrete von den Pflanzen saugenden Insekten aufnehmen, diese mit arteigenen Stoffen versetzen, umwandeln, einlagern, dehydratisieren und in den Waben des Bienenstockes speichern und reifen lassen." So steht es wortwörtlich (als ein einziger Satz mit 54 Wörtern!) im § 2 der Honigverordnung Österreichs...

• Bienen Blumen nicht nur nach dem Aussehen, sondern auch nach deren Geruch anfliegen? Riechen sie z. B. Lavendel, wissen sie (anscheinend, denn das hat ein Test ergeben), dass sie nach einer Pflanze mit lila/purpur Blütenblättern Ausschau halten müssen.

• Hummeln bereits ab einer Aussentemperatur von plus 3 Grad Celsius ausfliegen und auf Nahrungssuche gehen? Sie zählen damit zu den ersten Bestäubern von Blütenpflanzen nach einem langen Winter... Vor dem Ausflug "heizen" sie sich im Nest durch einen simulierten Flügelschlag (die Flügel sind in dieser Zeitspanne von der Flugmuskulatur "getrennt") auf ca. 33 Grad auf...

• Bienen die ökonomischsten Baumeister sind? Mit dem geringsten Aufwand an "Baumaterial" bauen sie ihre sechseckigen Waben. Diese haben das optimale Verhältnis von "Inhalt/Volumen zur Wandfläche"...

• es einen Käfer (Kleiner afrikanischer Stockkäfer) gibt, der sich im Bienenstock füttern lässt? Die Bienen erkennen den Eindringling und versperren ihm den Weg nach draussen - der Käfer muss, um zu Überleben, die Bienen um Futter anbetteln, das ihm auch gewährt wird...

• es Bienen schon seit über 90 Mio. Jahren gibt?

• ein Käfer Europas Bienenvölker bedroht? Der "Kleine Stockkäfer" wurde von Afrika über die USA in Europa eingeschleppt, nistet sich in Bienenstöcken ein und frisst sich durch die Waben...

• Hummeln schon vor ca. 25 Mio. Jahren in Mitteleuropa auf "Pollen-Pirsch" gingen? An den Körperhaaren einer fossilen Hummel wurden Lindenpollen entdeckt. Die Hummel ertrank damals in einem See, sank zu Boden und wurde versteinert.

• Prachtbienen in den Tropen die häufigsten Blütenbestäuber sind (neben den Kolibris [das sind Vögel] und den Fledermäusen)? Prachtbienen schillern in den schönsten Farben ("metallic"). Manche Orchideenarten haben sich auf Prachtbienen-Männchen "spezialisiert". Diese sammeln ein duftendes Öl der Orchidee ein, um damit die Weibchen anzulocken. Bei diesem Sammelvorgang bestäuben/befruchten sie eben auch die Orchideen...

• eine Käferart, die aus Afrika eingeschleppt wurde, unseren mitteleuropäischen Bienenarten den Garaus machen will? Der "Kleine Beutekäfer" dringt in den Bienenstock ein und legt dort seine Eier ab. Seine Larven fressen den Bienen die Nahrung weg...

• mittlerweile fast in jedem mitteleuropäischen Bienenstock eine Milbenart (Varroa) eingezogen ist? Für das betroffene Bienenvolk kann dies tödlich sein...

• sich Bienen die meiste Zeit ihres Lebens im Stock aufhalten? Ca. 30 Prozent der Lebenszeit (gegen Ende des Lebens zu) wird mit auswärtigem Honigsammeln verbracht, der Rest der Zeit wird für "Stockpflege" verwendet... .

Fliegen
Wussten Sie, dass...

• ein frischer Kuhfladen innerhalb kürzester Zeit von diversen Fliegen-Arten "entdeckt" wird, die ihre Eier dort plazieren?

• die parasitär lebenden "Raupenfliegen" die Pheromone (Sexual/Duft-Lockstoffe) der Bockkäfer wahrnehmen können, diese aufsuchen können und ihre Eier in deren Körper ablegen?

• die Schmarotzerfliege im Flug (!) ihre Eier an den Hinterleib einer ebenfalls fliegenden Biene anheften kann?

• eine Dasselfliegenart (aber nur deren Larven!) in Nagetier-Hoden lebt? Wie sich das auf die Zeugungsfähigkeit auswirkt, können Sie sich leicht selbst ausmalen...

• im Magen von Pferden Bremsen leben können? Die Pferdemagenbremse legt ihre Eier auf das Fell des Pferdes, dieses leckt die Eier unabsichtlich ab und schluckt sie hinunter. Im Magen entwickelt sich aus dem Ei die Larve und wird später aus dem Darm ausgeschieden. Nach ca. einem Monat schlüpft aus dem Kot die fertige Bremse...

• Schmeissfliegen verwesendes Fleisch über Kilometer hinweg "riechen" können? Daher sollten Sie in Ihrem Haushalt Fleischabfälle nicht offen herumliegen lassen...

• die Florfliegenlarve ("Goldauge"-Larve) täglich bis zu 50 Blattläuse vertilgt? Findet - nach der Verpuppung - das erwachsene Tier in Ihrem Garten nicht seine Lieblingsspeisen - das sind diverse Wiesenpflanzen wie Doldenblütler - werden die erwachsenen Tiere verhungern oder sich im Nachbargarten eine andere Futterquelle suchen müssen. Daher: Lassen Sie Wildblumen (für Sie vielleicht "Unkraut"?) im Garten stehen!

• die Männchen der Stielaugen-Fliege (Familie Diopsidae) desto mehr Erfolg bei den Weibchen haben, desto weiter ihre Stielaugen auseinanderstehen? Im Regelfall beträgt die "Spannweite" der Augen (stehen links und rechts auf dünnen Stäbchen von der Kopfkapsel ab) ca. eine bis einundeinhalb Körperlängen. Hat nun ein Männchen besonders weit auseinanderstehende Augen (wir sprechen hier von Dimensionen im Millimeterbereich!), finden ihn die Weibchen unwiderstehlich!

• die "Halmfliegen", die im Schilf leben, sich untereinander durch Klopfen auf den Schilfstengel verständigen?

• die Flügelschlagfrequenz der normalen Stubenfliege (Musca domestica) etwa 160 Schläge pro Sekunde beträgt? Die Fliege betätigt die Flugmuskeln allerdings nicht so oft - sondern die Flügel schwingen von selbst - nach jeder Muskelkontraktion - ein paar Mal nach...

• die Fliegen ursprünglich 2 Flügelpaare hatten, wobei sich im Laufe der Evolution das hintere Paar zu "Schwingkölbchen" umgebildet hat. Diese dienen nun als Gleichgewichts-Organ.

• die grössten (tropischen) Fliegen eine Körperlänge von bis zu 6 cm erreichen können?

• die Essigfliege (= Obstfliege, Taufliegen, Bananenfliegen; lat. Drosophilia melanogaster) nur 4 (vier) Chromosomen hat? (PS: Der Mensch hat 46, das Pferd hat 64 usw.). Bedingt durch die geringe Anzahl der Chromosomen wurde diese Fliege das "Studienobjekt Nummer 1" im Tierreich...

• das Fliegenauge (jedes besteht aus ca. 48.000 Rezeptoren) über 200 Bilder pro Sekunde verarbeiten kann? Bei uns Menschen sind es ca. 45 Bildaufbauten, die unsere Sehwerkzeuge verarbeiten können. Ein flimmerndes TV-Bild baut sich 45 bis 50 Mal pro Sekunde neu auf - optimal für uns. Für die Fliege wäre Fernseh-Zuschauen aber kein "Genuss".

• es Fliegenlarven gibt, die "kaltes" Licht abstrahlen können?

• Sie eine ganz gewöhnliche Stubenfliege auf den Drehteller Ihres Plattenspielers setzen können, diesen auf bis zu 500 Umdrehungen pro Minute beschleunigen könnten - und die Stubenfliege würde - dank der Fusssohlenkonstruktion - sitzenbleiben können? Die Fusssohle besteht aus Haftläppchen und mikroskopisch feine Haare, die diesen Hafteffekt erzielen...

• 1994 im Regenwald von Malaysien eine Fliege entdeckt wurde, die weder Flügel noch Beine hat? Sie lebt als Schmarotzer unter Ameisen und sieht äusserlich auch wie eine Larve derjenigen aus.

• die Stubenfliege eine interessante Abflugs-Technik entwickelt hat? Sie stösst sich mit den Beinen gegen den Untergrund ab und beginnt erst dann mit dem Schlagen der Flügel. Der Grund sind die - im Verhältnis - langen Flügel, die bei einem "normalen" Start am Untergrund anschlagen (und beschädigt werden) würden.

• es ca. über 120.000 Arten von Fliegen (und Mücken) gibt?

• bei uns in Mitteleuropa ca. über 8.000 Arten von "Zweiflüglern" bekannt und beschrieben sind? Insgesamt, so wird geschätzt, gibt es weltweit ca. über 120.000 Arten!

• in der Schweiz ca. 6.100 Fliegen- und Mückenarten leben? Vor kurzem wurden nahe Zürich 20 bisher unbekannte Arten entdeckt...

• neben den bisher bekannten ca. 10.000 Fliegenarten könnten selbst in Mitteleuropa noch rund 5.000 von der Wissenschaft unbekannte Arten leben. Ein deutscher Biologe entdeckte bisher über 100 neue Fliegenarten in Deutschland...

• sich Wissenschafter seit Jahren auf die Beschäftigung mit einer einzigen Fliegenart (Drosophila melanogaster, Essigfliege) konzentrieren? Es sind die Gene dieses Insekts mittlerweile zu 100 Prozent erforscht...

• die gewöhnliche Stubenfliege (die auch in Ihrer Stadtwohnung vorkommen kann) dem Winter trotzt? Die letzte Herbstgeneration zieht sich auf Bauernhöfe (und dort in Stallungen und auch Misthaufen) zurück und kann so die Kälte des Winters überstehen. Für den Flug von der Stadt in die umgebenden ländlichen/bäuerlichen Gebiete muss sie oft Strecken von bis zu 20 km zurücklegen!

• die seltenste Fliege bisher in nur 4 Exemplaren im Jahre 1903 in Bolivien gefunden wurde? Und seitdem nie wieder! Es handelt sich um die "Breitkopffliege" (Eurychoromyia mallea hendel), von der zwei Präparate im Naturhistorischen Museum von Wien aufbewahrt sind. Die beiden anderen Exemplare sind im Staatlichen Museum für Tierkunde in Dresden in Verwahrung.

• es bei den "alten Ägyptern" den "Goldenen Fliegen-Orden" gab? Dieser wurde bei "besonderer Tapferkeit" verliehen...

• aus Fliegenlarven an einer menschlichen/tierischen Leiche der Toteszeitpunkt ziemlich genau ermittelt werden kann? Der Fachmann (genannt: forensischer Entomologe) kann aus dem Entwicklungsstand der Larven viel herauslesen - darunter auch den Zeitpunkt des Todes...

• Schmeissfliegenlarven quasi die Freilassung eines unschuldig verurteilten Mörders "verursachten"? Ein Gerichtsmediziner konnte bei Aufrollung des Falles nach acht Jahren nachweisen, dass die auf der Leiche aufgefundenen Schmeissfliegenlarven bereits weiter entwickelt waren als vorerst angenommen. Das Alibi des Verurteilten war dadurch hieb- und stichfest geworden...

• der Name "Baalzebub" (phönizischer Gott) "König Fliege" bzw. "Herr der Fliegen" bedeutet?

• schon während der Napoleanischen Kriege (1766-1842) Fliegenmaden eingesetzt wurden, um faulendes Fleisch rund um Stich- und Schusswunden wegzufressen? Diese Maden einer Fleischfliegen-Art (Calliphora erythrodephala) fressen nur "totes" Fleisch - lassen das gesunde Fleisch unberührt. Dies beschleunigte die Wundheilung ernorm! Diese "Larventherapie" wird auch heute (wieder!) bei chronischen Wundinfektionen angewendet...

• eine Stechfliege für hunderttausendfache Blindheit bei Erwachsenen und Kindern in der dritten Welt verantwortlich ist? Diese Stechfliege lebt in Gewässern und überträgt durch ihren Stich den Erreger dieser Krankheit (lat. Onchozerkose). Dieser zerstört nach und nach das Auge des Opfers...

• die "Weissfliege" (lebt u. a. in Indien) beinahe die ganze Baumwollproduktion ins Erliegen gebracht hätte? Pestizide nützten nichts mehr, weil die Fliegen dagegen bereits immun waren! Da half nur mehr ein "Bio-Trick"! Neben und in den Baumwollfeldern wurden Unkräuter gepflanzt, die von den Fliegen noch begehrter als die Baumwollpflanzen waren...

• Bestrebungen im Gange sind, die Tse-Tse-Fliege (Überträgerin der Schlafkrankheit) gentechnisch so zu verändern, so dass sie diese gefährliche Krankheit nicht mehr übertragen kann? Nur - es kann niemand vorhersagen, welche Nebenwirkungen eine Gen-Veränderung noch mit sich bringen kann!

• Touristen, die in südlichen Ländern Urlaub machten, manchmal auch unerwünschte Souveniers nach Hause bringen? Sie wurden am Urlaubsort von einer Dasselfliegenart "angestochen" und diese hat ihnen ein Dasselfliegen-Ei unter die Haut appliziert. Wenn die Larve dann schlüpft und wächst, gibt das unschöne Beulen...

• es die "Sargfliege" gibt, die generationenlang in - natürlich nicht leeren - Särgen lebt?

• in der Hieroglyphenschrift der alten Ägypter für das Wort "Unverschämtheit" die Darstellung einer stylisierten Fliege dient?

• europäische Arten von Bremsen (Familien Tabanidae) (z. B. die Pferdebremse/nur das Weibchen sticht!) bei einer einzigen Nahrungsaufnahme bis zu 0,2 cm3 Blut zu sich nehmen kann? Bei starkem Befall kann dadurch ein Weidetier (Rind, Pferd) bis zu 100 cm3 Blut pro Tag verlieren!

• ein Kenner der Stubenfliege (L. O. Howard/USA) einmal berechnete, dass, wenn alle "Kinder" eines Stubenfliegen-Paares überleben und weitere Nachkommen zeugen würden können, in 6 Monaten die stattliche Anzahl von 5.598.720.000.000 (fast 5,6 Billionen) Nachkommen hervorbringen würden? (Dies würde eine mindestens 20 Meter hohe Fliegen-Schicht auf/über österreichischem Boden ergeben!)

• Bremsen eigentlich "Leiseflieger" sind? Man merkt es kaum, wenn sie sich auf einen hinsetzt - spürt den Stich (Saugstich nach Blut) aber dann umso mehr "überfallsartig"...

• Schmeissfliegen ("Blauer Brummer") (lat. Calliphora vicina) Krankheiten auf den Menschen übertragen können? Durch ihren oftmaligen Kontakt mit verwesendem Fleisch und Fleischprodukten sowie Tierleichen nehmen die Fliegen Keime auf...

• in Kuba die Zuckerrohrernten in Gefahr waren? Durch den Einsatz einer parasitären Fliege konnte dem Schädling Einhalt geboten werden... (Durch den Wegfall der Wirtschaftshilfe der ehemaligen Sowjetunion sah sich Kuba genötigt, nach anderen Schädlingsbekämpfungsarten - anstelle von teuren Pestiziden - Ausschau zu halten. Kuba ist mittlerweile ein Land geworden, das Ernteschädlingen zumeist mit biologischen Methoden an den Kragen geht.)

• im 19. Jahrhundert in Nordamerika eine Raupenfliege importiert wurde um dem Massenauftreten eines Schwammspinners (Falter) Herr zu werden? Nur hat die Sache nun einen Haken: Die Raupenfliege legt ihre Eier nicht nur wünschenswerterweise in die Raupen des Schwammspinners, sondern auch in Raupen anderer Schmetterlings-/Falterarten! Dadurch ist nun Nordamerikas grösster Nachtfalter (fast 150 mm Flügelspannweite!) und eine Seidenspinnerart vom Aussterben bedroht...

• das Weibchen der Menschen-Dasselfliege ihre Eier nicht direkt auf/in den Menschen legt, sondern auf eine Stechfliege oder -mücke, die ihrerseits wieder den Menschen mit den Menschen-Dassellarven (die inzwischen geschlüpft sind) beglückt, die erst dann in die Menschenhaut eindringen?

• eine einzelne Fliege durchschnittlich zwischen 1,9 Millionen und 3,6 Millionen Bakterien mit sich herumträgt?

• es einen "fliegenfressenden Roboter" gibt? Entwickelt in Grossbritannien, kann dieser Roboter z. B. Fliegen mittels seinen chemischen "Innereien" auflösen und dadurch Energie gewinnen, die ihn antreibt...

• man in einem Fliegenmagen ca. 100 krankheitserregende Organismen nachweisen konnte? Fliegen können u. a. Ruhr, Cholera, Durchfall usw. übertragen...

• Fliegen in einer Sekunde eine Strecke fliegen können, die ca. 300 mal die eigene Körperlänge beträgt?

• die Bremsen (Tabanidae; weltweit ca. 3.000 Arten) (z. B. Hybomitra hinei wrighti) die schnellsten Flieger aller Insekten sind? Sie fliegen mit ca. - allerdings bisher nur einmal gemessenen - 145 km/h!

• 1958 eine Bremsenart entdeckt wurde, die den passenden Namen Stenotabanus sputnikulus bekam? 1958 wurde der erste russische Satellit in den Weltraum verfrachtet...

• Pferdebremsen kreisend - um Ihr mit 60 km/h fahrendes Auto - herumfliegen können (und sich dabei auch manchmal darauf "einparken")?

• Stubenfliegen manchmal "Transportflugzeug" spielen müssen? Kommen sie bei der Nahrungssuche z. B. in ein Vogelnest, werden sie von winzigen dort lebenden Skorpionen bei einem Bein gepackt und müssen diese, wohl oder übel, solange mitschleppen, bis diesen ein neues "Heim" gefällt.

Flöhe und Läuse
Wussten Sie, dass ...

• die Kohl-Blattlaus das fruchtbarste Tier auf diesem Planeten ist? Würden ALLE Nachkommen EINES Elternpaares überleben (genug Futter und keine Feinde), würde in EINEM Jahr auf unserer Erde ca. 800 Mio. Tonnen dieser Tiere leben!

• viele Blattlaus-Arten mindestens einmal im Jahr eine sexuelle "Kippe" durchmachen? Das bedeutet, dass aus einem Weibchen ein Männchen wird und umgekehrt. Warum das Ganze? Die Eier im Körper des Weibchens werden damit automatisch befruchtet - das Weibchen kann nun - ohne weitere Sexualkontakte - befruchtete Eier (daraus schlüpfen aber NUR Weibchen!) legen...

• ein Floh - im Verhältnis zu seiner Körpergrösse - viel weiter als ein Mensch springen kann? Ein Mensch müsste ca. 400 Meter weit und ca. 270 Meter hoch springen...

• Läuse sogar im Meer überleben koennen? Sie leben in den Haaren von Robben und "tauchen" mit diesen oft bis an den Meeresgrund in Küstennähe. Dabei halten sie eine "Atem-Luftblase" mit ihrem feinbehaarten Körper fest...

• am Körper und an/in der Kleidung und an den Ausrüstungsgegenständen von "Ötzi" (Gletschermumie/Fundort: Südtirol) eine ganze Reihe verschiedenster Insekten (von damals!) gefunden wurden? Darunter waren u. a. Fliegen, Ameisen, Wanzen, Flöhe...

• wenn Sie im Garten Jahr für Jahr Ihre Blattläuse mit Gift bespritzen, auch die Nützlinge (diejenigen Insekten, die die Blattläuse vertilgen) töten? Allerdings vermehren sich die Blattläuse viel schneller als die Nützlinge und Sie haben Jahr für Jahr mehr Blattläuse im Garten! Dazu kommt noch, dass die Läuse innerhalb kurzer Zeit immun gegen das eingesetzte Gift werden...

• das gegen Gift resistenteste Insekt die winzigkleine Pfirsichblattlaus ist? Mehr als 70 (Insektenvertilgungs-)Giftarten können dem Tierchen nichts antun. Trotzdem müssen wir nicht die Flinte ins - herbizid-gestählte - Korn werfen: Die Larve des Marienkäfers ernährt sich gerne - und viel - von der Pfirsichblattlaus...

• die Krankheit "Pest" vom Rattenfloh auf den Menschen übertragen werden kann? In den ersten zwanzig Jahren des vergangenen Jahrhunderts starben alleine in Indien ca. 10 Mio. Menschen an dieser Krankheit...

• der Rattenfloh uns Menschen vor Pestepidemien schützt? Die meisten Ratten gehen schon vorher am übertragenen Pestbakterium ein, bevor wir mit ihnen in Kontakt kommen...

• sich - auch feine! - Damen - und dies ohne Abscheu - Lausblut auf die Lippen aufbringen? In der Lippenstift-Erzeugung wird das sogenannte Karmin-Farbpigment eingesetzt, das aus zerriebenen Körpern der Roten Schildlaus besteht... (auch Herren kennen den Geschmack!)

• Kleiderläuse uns Menschen schon seit ca. 70.000 Jahren plagen? In den ältesten Kleiderfunden befinden sich Spuren dieser Läuse...

• das Mikroskop ursprünglich "Glas zur Untersuchung der Flöhe" (vetrum pulicare) hiess?

• der Katzenfloh ein Zwischenwirt einer Bandwurmart ist? Eine ganz normale Hauskatze kann also - über diesen Floh - die Larve des Bandwurmes auf den Menschen übertragen...

• die Kleiderlaus ein Überträger der Krankheit "Typhus" sein kann? Menschen, die ihre Kleidung selten wechseln, werden am ehesten von dieser Laus befallen...

• Forscher derzeit laut darüber nachdenken, warum die Urmenschen nach und nach ihr "Fell" verloren haben und die heutigen, modernen Menschen fast unbehaart sind? Sie meinen, dass dadurch die Flöhe und die Läuse nach und nach weniger "Rückzugsgebiete" bekommen haben...

• der Werkstoff "Schellack" (daraus waren die ersten Schallplatten) von/aus Läusen gewonnen wurde? Eine in Indien lebenden Lausart (Lacciferlacca-Laus) war der Lieferant dieses teuren Rohstoffes. Nachdem allerdings der Bedarf nach Schellack immens gewachsen war, mussten sich die Schallplattenhersteller nach anderen Lieferanten (Kunststoffindustrie) umsehen...

• bereits im Altertum Läuse zur Farbherstellung - besonders des roten Farbstoffes - verwendet wurden? Die Läuse, besonders die Kermesschildlaus, wurden gesammelt, getrocknet und zermahlen. Aus der "Echten Cochenille-Laus" erzeugten die Azteken den "roten Scharlach-Farbstoff"...

• es in Deutschland um die Jahrhundertwende ein Gesetz gab, das die Weinbauern verpflichtete die Reblaus zu bekämpfen? Bis zu fünf Jahren Gefängnis konnte ein säumiger Landwirt fassen!

Käfer
Wussten Sie, dass...

• die Leuchtkäfer ("Glühwürmchen", "Johanniskäfer") ihr Licht ausschliesslich für's "Fressen" und für die Vermehrung einsetzen? Das fliegende Männchen versucht damit, das am Boden hockende Weibchen aus der Reserve zu locken.... (da die Leuchtkäfer auch gerne andere Leuchtkäfer fressen, imitiert das Weibchen der einen Art den Blinkrhythmus der anderen Art.) Die Leuchtkäfer erzeugen im Körper (Hinterleib) den Leuchtstoff Luciferin, der ein "kaltes" Licht abgibt. Das Blinken des Lichtes wird durch körpereigenen Stickstoff verursacht...

• sich die Männchen des Warzenkäfers ihre Warzen von den Weibchen abbeissen lassen? Während des Liebesspiels bietet das Männchen dem Weibchen seine Fühler an, auf dem (augenscheinlich wohlschmeckende) Warzen für das Weibchen bereitgehalten werden...

• die Männchen des Schwarzkäfers "Onymacris plana" (Namib-Wüste) regelrechte Ringkämpfe um die Gunst der Weibchen austragen? Die Männchen sind ständig auf der Suche nach Weibchen unterwegs - treffen sie auf ein anderes Männchen, beginnt ein Ringkampf, der allerdings rasch endet, wenn das "schmälere" Männchen entdeckt, daß der Rivale "breiter" ist. Die Weibchen bevorzugen die Männchen mit den breiteren Flügeldecken...

• das Zipfelkäfer-Männchen der Art "Malachius bipustulatus" in sexueller Erregung am Kopf und an den Flügelspitzen ein Sekret ausscheidet? Diese Ausscheidung wird vom Weibchen sehr gerne aufgeleckt und dadurch ebenfalls in sexuelle Bereitschaft versetzt.

• die Mistkugel, die der "Pillendreher" (Skarabäus) über Stock und Stein - mit einer Geschwindigkeit von bis zu 20 cm pro Sekunde ! - vor sich herrollt, bis zu zwanzig Mal schwerer als er selbst sein kann? Diese Mistkugel kann bis zu 40 Gramm wiegen und dient dem Käfer als Nahrung für sich bzw. seine Nachkommen...

• manche Prachtkäfer-Arten über 50 Jahre als Larve leben können? Wenn es die Umstände erfordern, überlebt die Larve von Buprestis aurulenta (Tropen) selbst diese Zeitspanne...

• sich die Larven einer Blattkäferart (Hemisphaerota cyanea) durch eigene Ausscheidungen (Kot), in die sie sich einhüllen, vor Feinden schützen? Die Larve gibt den Kot in "Schnüren" ab, die das Tier dann vollständig umgeben.

• der Glanzkäfer an Ameisenstraßen lauert und vorbeiziehende Arbeiterinnen "anrempelt", bis diese ihm einen Futtertropfen hinhalten und er diesen annimmt und daraufhin von ihnen abläßt?

• der "Australische Marienkäfer" täglich bis zu 250 Wollläuse (Pflanzenschädling) verspeist?

• nur Blattkäfer der Art Chrysomela aenicollis die giftigen Blätter der kalifornischen Weide (Salix orestera) fressen können? Jedem anderen Tier vergeht der Appetit dabei. Die Larve des Blattkäfers profitiert dabei: Sie scheidet das Gift über Rückendrüsen wieder aus und wird dadurch von anderen Tieren nicht gefressen...

• Schwarzkäfer der Gattung "Lepidochira" quer zur Windrichtung Furchen in die Dünen der Namib-Wüste ziehen? Feuchte Luft, die hin und wieder über die Wüste streicht, kondensiert in den Furchen und die Käfer lecken dann die Feuchtigkeit auf...

• sich unter bestimmten Umständen die Mehlkäfer gegenseitig auffressen? Gibt es zuviele Mehlkäfer bei zuwenig Nahrung, fressen die erwachsenen Käfer ihre Eier, Larven und Puppen auf.

• die in der knochentrockenen, namibischen Wüste lebenden Schwarzkäfer am Morgen einen Kopfstand machen? Der feine Morgennebel kondensiert am Käferkörper und läuft tröpfchenweise Richtung Mund...

• es einen Käfer (Kleiner Afrikanischer Stockkäfer) gibt, der sich im Bienenstock füttern läßt? Die Bienen erkennen den Eindringling und versperren ihm den Weg nach draussen - der Käfer muß, um zu Überleben, die Bienen um Futter anbetteln, das ihm auch gewährt wird...

• ein einzelner Marienkäfer von der Larve bis zum Tod als Käfer ca. 3.800 Blattläuse verspeist?

• die Leuchtkäfer-Weibchen der Art Photuris die Lichtsignal der Leuchtkäfer-Weibchen der Art Photinus imitieren? Angelockte, fortpflanzungsbereite Photinus-Männchen werden gepackt und verspeist.

• die Lieblingsspeise des Marienkäfers Blattläuse (mehr als 10 Stück pro Tag) sind?

• sich die "Schnellkäfer" (kommt von "hoch schnellen", nicht von "schnell"), wenn sie auf den Rücken gefallen sind, mittels einer Vorrichtung im Brustbereich der Körperunterseite einige Zentimeter in die Luft "schnellen" können, damit sie wieder auf den Beinen landen? Wenn man genau hinhört, kann man auch ein "Knacken" hören, wenn sich der Brustdorn aus seiner Verankerung löst.

• bei einer Rüsselkäferart (Circulio proboscideus) der Rüssel länger als der gesamt Körper ist? Ganz vorne an der Spitze des Rüssels sitzen die Mundwerkzeuge, mit denen z. B. Haselnüsse aufgebissen werden - um danach ein Ei hineinzulegen...

• eine in den Wüsten lebende Art eines Ölkäfers quasi einen Thermoanzug trägt? Die Flügeldecken und der Hinterleib sind miteinander verwachsen. Dazwischen ist Luft eingeschlossen, die als Thermoregulierung wirkt. Allerdings kann diese Käferart daher nicht mehr fliegen!

• die Larven der Ampferblattkäfer (Gastroidea viridula) beim "Hinterausgang" Gasdrüsen haben, die bei Berührung "explodieren" und dabei Kohlendioxid ablassen? Dieses Gas schreckt Freßkonkurrenten und Feinde ab.

• die härteste Körperoberfläche der Insekten eine Schnellkäferart hat? Sogar Insektennadeln verbiegen sich, wenn man versucht, den toten Käfer für die Sammlung aufzuspiessen...

• Soldatenkäfer ihren Artnamen von den Farben ihrer Flügeldecken haben? Die Farben sind - wie bei alten militärischen Uniformen - exakt voneinander abgegrenzt...

• eine afrikanische Schwarzkäfer-Art (Onymacris) ziemlich lange Beine haben und damit bis zu 1 Meter pro Sekunde zurücklegen können? Die langen Beine halten den empfindlichen Körper auch vom heißen (Wüsten-)Erdboden fern...

• der Bombardierkäfer (Laufkäfer-Art) ein wandelndes Waffenarsenal ist? Zwei Drüsen im Hinterleib erzeugen zwei verschiedene Chemikalien (Hydrochinon und Wasserstoffperoxid), die mit Druck auf den Angreifer gesprüht werden. Bis zu 50 "heisse Schüsse" können mit dem Chemikalien-Vorrat abgegeben werden.

• Mehlwürmer (das sind die Larven der Mehlkäfer) im Blut eine Art "Frostschutzmittel" haben? Die kalten Temperaturen des Winters überstehen sie unbeschadet.

• der "Zimmermannsbock" - im Vergleich zur Körpergröße - die längsten Fühler aller Käfer hat? Fühlerlänge = 5 x die Körperlänge, das bedeutet: bis 10 cm lange Fühler!

• es in Südamerika einen Leuchtkäfer mit dem volkstümlichen Namen "Eisenbahnwurm" gibt? Die Larve dieser Art trägt je elf grünliche Lichter an den Seiten und 2 rote Lichter am Kopf!

• der Rhinozeros- (oder Nashorn)käfer das ca. 800-fache seines eigenen Körpergewichtes auf seinem Rücken tragen kann? Zum Vergleich: Die stärksten Männchen der Art Homo sapiens sapiens schaffen maximal das 16- bis 18-fache.

• die größten Käfer die Herkules- (bis 190 mm ohne Fühler) und Goliathkäfer (bis zu 100 Gramm pro Stück) sind. Sie passen gerade auf die Handfläche (inkl. Finger) eines ausgewachsenen Mannes!

• durch den globalen Warenhandel auch nicht-europäische Insekten hier heimisch werden? Anfang des Jahres wurde erstmalig ein Bockkäfer aus Asien in Deutschland aufgefunden (der "Asiatische Laubholz-Bockkäfer") - im Holz einer Holzkiste, die mit Porzellanartikeln gefüllt war! Dieser Bockkäfer ist einer der gefürchtetsten Holzschädlinge Asiens...

• ein als ausgestorben geglaubter Käfer in Österreich nun doch wieder aufgefunden wurde? Es handelt sich um einen - im Wasser lebenden - Käfer der Art Potamophilus aus der Familie der Schwimmkäfer...

• vor kurzem in Papua-Neuguinea ein Käfer entdeckt ("Proteinus brachypterus") wurde, der einen Wassertropfen auf dem Kopf mit sich herum trägt? Der Grund dazu ist noch unbekannt.

• ein in Österreich als "ausgestorben" klassifizierter Käfer - und zwar der Eichenbockkäfer (Cerambyx cerdo) - nun wieder aufgetaucht ist? "Schuld" daran ist die Belassung eines Donau-Auwaldes im "Naturzustand".

• 1999 in Baden (deutsches Bundesland) in einigen Gebieten bis zu 60 Maikäfer-Engerlinge auf einem Quadratmeter Boden gefunden wurden? "Es gibt keine Maikäfer mehr" sang Reinhard Mey in den 70-ern...

• in einem halben Quadratkilometer großen mitteleuropäischen Wald bis zu 1.150 Käferarten gefunden werden können?

• selbst im guterforschten Österreich neue Käferarten entdeckt werden? Im Jahr 2002 hat ein Mitarbeiter eines österreichischen Nationalparks in einer Höhle in Oberösterreich eine bisher unbekannte Käferart entdeckt! Der Käfer ist blind und hat zurückgebildetet Flügel. Er bekam den wissenschaftlichen (lateinischen) Namen "Arctaphaenos muellneri". Dieser Käfer hat übrigens einen exzellenten Tastsinn...

• auf einem tropischen Baum bis zu 1.200 verschiedene Käferarten leben? Dies wurde bei einer Erfassung in Panama (Mittelamerika) festgestellt...

• viele Käfer auf der Liste der aussterbenden Tierarten stehen? (Wann haben Sie z. B. den letzten Hirsch- oder Maikäfer gesehen?)

• es in Österreich ca. 7.420 Käferarten - gibt? Davon sind allerdings viele vom Aussterben bedroht!

• die Eingeborenen in Südamerika eine Leuchtschnellkäfer-Art als "Taschenlampe" benutzen? Sein Leuchten ist so stark, daß dieses sozusagen"zweckentfremdet" (denn das Licht ist ja für die Weibchen bestimmt!) werden kann...

• sich viele Menschen von Insekten ernähren? In Mexiko werden z. B. in Alkohol eingelegte Sandkäfer verspeist...

• Käfer indirekt an den Schwankungen der Holzpreisen beteiligt sind? Schädigt der Borkenkäfer viel Nutzholz, dass dann vorzeitig geschlägert werden muss, fällt am Weltmarkt mehr Holz an und dies drückt den Preis...

• es ein Käfer bis in das österreichische Parlament geschafft hat? Zumindest in einer Ansprache! Ein Bundesrat aus dem öst. Bundesland Kärnten sagte u. a.: "...wenn ich etwa an den Maiswurzelbohrer ("Diabrotica virgifera virgifera") denke, mit dem die Maisbauern die größten Probleme haben... usw." Nach neuesten Erkenntnissen könnten 2004 bis 20 % der Maisernte durch diesen Käfer (ca. 6-7 mm Körpergröße) gefährdet sein...

• ein Käfer Europas Bienenvölker bedroht? Der "Kleine Stockkäfer" wurde von Afrika über die USA in Europa eingeschleppt, nistet sich in Bienenstöcken ein und frisst sich durch die Waben...

• eine Leuchtkäferart auf Kuba den Lauf der Geschichte verändert hat? Englische Seefahrer vermuteten hinter dem Leuchten der dortigen Leuchtkäfer Fackeln angreifender Spanier, drehten ihre Schiffe ab, fuhren weiter und landeten schlußendlich auf Jamaika...

• ein Protein des Leuchtkäfers bei der Herpes-Bekämpfung eingesetzt wird? Medizinische Forscher aus den USA "verfolgten" durch das nun leuchtende Enzym (mit der Bezeichnung 'Luciferase') des Leuchtkäfers das Herpesvirus in einem (lebenden) Mäusekörper...

• die behaarten Larven des Speckkäfers Allergien auslösen können? Die Larven verlieren durch ihr Herumkriechen ständig Haare, die dann durch einen Luftstrom aufgewirbelt und eingeatmet werden. Wichtig: Entfernen Sie daher die Brutstätten des Käfers. Das können verlassene Vogelnester oder z. B. auf dem Dachboden herumliegende Kleintierskelette sein...

• der Ölkäfer (Meloe proscarabaeus) in Europa noch im 18. Jahrhundert zur Heilung der Tollwut verabreicht wurde? Die Tieren wurden, nachdem der Kopf entfernt wurde, in Baumöl getaucht und dem Erkrankten zur Verspeisung gegeben. Noch in den 50-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts (wir sind nun bereits im 21.!) wurden diese Käfer in Afrika zur Behandlung bei Tollwut eingesetzt...

• der Ölkäfer nicht nur zur Behandlung der Tollwut eingesetzt wurde, sondern auch als Gift (Nerven- und Nierenschäden!), aber auch als Liebesmedizin? Es kommt immer auf die Dosis an...

• der Skarabäus (Pillendreher) im alten Ägypten als "Bote des Osiris" verehrt wurde?

• der Borkenkäfer (ein gefürchteter Waldschädling!) mit einem speziellen Duftlockstoff weitere Borkenkäfer "heranruft", wenn er einen geeigneten Brutbaum gefunden hat? Durch den Massenbefall der Käfer wird der Baum geschwächt und kann weniger schützendes Harz produzieren...

• der "Schwarze Kiefernprachtkäfer" zum Aufspüren von Waldbränden eingesetzt werden soll? Dieser Käfer hat sich für seine Eiablage ausgerechnet angesengtes Holz ausgesucht und kann es über Kilometer hinweg "wittern". Forscher schlossen nun an seine Fühler ein Messgerät an, das entsprechende Signale von sich gibt... (der Käfer bleibt am Leben).

• es früher in Deutschland (Ende der 30-er Jahre) einen "Kartoffelkäfer-Abwehrdienst" gab? Die Schüler mußten über die Kartoffelfelder gehen und die Käfer und Larven einsammeln.

• Maikäfer auch durch Einsammeln bekämpft werden können? 1937 konnten sich Landfamilien dadurch ein Taschengeld verdienen: es gab umgerechnet Euro 0,04 für 1 kg Maikäfer (Ermsleben/Sachsen-Anhalt). Die Gemeinde-Chronik vermerkte: "500 kg Maikäfer eingesammelt." Auch ich habe als Kind mit Freunden Maikäfer in Massen eingesammelt und an Hühnerfarmen verkauft...

• Kartoffelkäfer im 2. Weltkrieg als "Waffen" eingesetzt werden sollten? Sowohl Deutschland als auch Frankreich wollten massenhaft Kartoffelkäfer züchten, die sie dann mit Flugzeugen über gegnerische Kartoffelpflanzungen abwerfen wollten...

• um 1535 der Kartoffelkäfer nach Europa kam? Die aus Südamerika zurückkehrenden spanischen Handelsschiffe brachten die wohlschmeckende Kartoffel - und den Kartoffelkäfer - zu uns. Einzig Großbritannien blieb - bis heute - davon verschont!

• mexikanische Viehhirten den Kartoffelkäfer um 1680 in Nordamerika einschleppten? Im Fell der nach Norden getriebenen Rinder hingen Samen der Futterpflanze dieses Käfers - diese Pflanze keimte in Texas - und der Käfer folgte seiner Futterpflanze.

• Sie Käfer auch kaufen können? Eine Firma in Wien bietet zur biologischen Bekämpfung der Woll-Laus z. B. "Australische Marienkäfer" an...

• früher auch in unseren Breiten Käfer gegen und für alles Mögliche verspeist wurden? Zum Beispiel getrocknete Ölkäfer für die Potenz des Mannes...

• Blattkäfer in den USA fast eine Million Hektar Weidefläche vor dem - als Unkraut angesehenen - Johanniskraut retteten? Diese Blattkäfer kamen ursprünglich dort nicht vor, wurden importiert...

• Sie mit einem einfachen Mittel gegen den "Holzwurm" (= Totenuhrkäfer/Anobium punctatum) vorgehen können? Eicheln (das sind die Früchte der Eichen) unter ein befallenes Möbelstückes gelegt, ziehen die Käfer/Maden magisch an...

• die Larven einer südamerikanischen Rüsselkäfer-Art für die dortigen Amazonas-Indianer als Delikatesse gelten? Die großen, hellen Larven leben unter der Rinde von Palmbäumen und werden von den Eingeborenen dort mühevoll hervorgeholt. Gegessen werden die Larven roh oder geröstet...

• das Blut des Ölkäfers (und auch der "Spanischen Fliege") - für den Menschen - tödlich giftig ist (0,03 Gramm genügen). Cantharidin heißt dieser gefährliche Stoff, der allerdings von einigen Tieren ohne weiteres zu sich genommen werden kann.

• es bei Bankok den Tchau-Phraya-Fluß gibt, an dessen Ufer eine Reihe von Mangrovenbäumen stehen, die zu bestimmten Zeiten (oft monatelang) voller Leuchtkäfer sind, die alle zusammen und gleichzeitig in 2 Sekunden 3 mal blinken?

• sich entlang einer Eisenbahnstrecke in Indonesien (in der Nähe der Hauptstadt Jakarta) auf Bäumen links und rechts der Strecke kilometerweit (!) so viele Leuchtkäfer niedergelassen haben, dass der Bahndamm und die umliegenden Felder (fast) taghell erleuchtet sind?

• das Naturhistorische Museum/Wien (lateinische) Namen für deren Käfer sucht? Sie können bei www.12sold.at mitsteigern und bei Zuschlag/Meistgebot "Ihren" Käfer selbst benennen! Z. B. sucht der "Spinnen-Krallenkäfer" (Gattung Ancyronyx - heimisch: Philippinen) noch "seinen" lateinischen Namen!

• ein Wiener Biologe in den 20-er Jahren des vergangenen Jahrhundert fragwürdige Experimente durchführte? Er schnitt Käfern den Kopf ab und verpflanzte diese auf die Körper anderer Käfer (der gleichen Art). Wie weit die Käfer dies "überlebten", ist mir nicht bekannt...

• in China (im Altertum!) lebende Marienkäfer gegen Zahnschmerzen von den Ärzten verschrieben wurden? Diese mussten gekaut werden - und es scheint geholfen zu haben...

• es ein Käfer bis in das österreichische Parlament geschafft hat? Zumindest in einer Ansprache! Ein Bundesrat aus dem öst. Bundesland Kärnten sagte u. a.: "...wenn ich etwa an den Maiswurzelbohrer ("Diabrotica virgifera virgifera") denke, mit dem die Maisbauern die größten Probleme haben... usw."

• bis heute ca. 1,82 Mio. Tierarten auf diesem Planeten bekannt (= beschrieben) sind? Davon sind mehr als die Hälfte (ca. 57 %) Insekten - und davon wiederum die Hälfte (!) sind Käfer...

• im Jahre 2002 eine neue Käferfamilie entdeckt wurde? Deutsche Zoologen haben in Südafrika eine bisher unbekannte Käferfamilie entdeckt: den "Schildschwimmer" (lat. Aspidytes niobe), eine Art "räuberischer Wasserkäfer", der jedoch im Laufe der Jahrmillionen auf das "Landleben" umgestiegen ist...

• Volkswagen den "Käfer" (für Nicht-Motorisierte: ein nach oben halbrundes Personenkraftfahrzeug mit luftgekühltem Heckmotor, früher in Österreich gerne als Fahrschulfahrzeug - auch meines - eingesetzt) nach dem Käfer, also dem Insekt, benannte? Aber warum gerade Käfer - und nicht etwa "Brotscherz'l"? Die Amerikaner sagten nach den ersten Importen sinngemäß: "Wenn dieser Wagen mit einem unserer Straßenkreuzer zusammenkracht, wird er zerquetscht wie ein ... (Sie vermuten richtig!) ... Käfer!"

• das Hormon Cortexon in einem einzigen Wasserkäfer in einer Menge vorkommt, wie insgesamt in 1.300 Rindern (dort allerdings nur in den Nebennierenrinde).

• Einwohner in Frankreich im 19. Jahrhundert die Maikäfer verspeisten? Das Rezept ist ganz einfach: "Man nehme ein paar Maikäfer, reisse ihnen Beine und Flügeldecken aus, brate die Körper ein wenig in Butter an, danach röste man sie mit Knoblauch. Anschließend mit Hühnersuppe aufgießen und etwas Kalbsleber hinzufügen. Heiß mit gerösteten Weißbrot-Scheiben servieren...."

• die Kartoffelpflanze die Kartoffelkäfer von selbst "anlockt"? Natürlich unbewußt! Wenn sie von einem Käfer "angeknabbert" wird, gibt sie einen Abwehrstoff ab, der wiederum von anderen Kartoffelkäfern wahrgenommen wird.

• die frühesten Käfer cirka vor 250 Mio. Jahren diesen Planeten bevölkerten? Jedoch erst ab vor cirka 140 Mio. Jahren - gleichzeitig mit dem Auftreten der Blütenpflanzen (= Nahrung) - kam die Evolution so richtig in Schwung und "produzierte" Unmengen von Käferarten, die sämtliche ökologischen Nischen besetzten.

• der Buchenspringrüßler (Rhynchaenus fagi) wie ein Floh hüpfen kann und auch fast so klein ist (ca. 2 mm)?

• Naturgeschichts-Museum in London/GB lebende Käfer nicht nur "aus-" sondern auch "angestellt" hat? Die Käfer ("Dornspeckkäfer") sind dazu da, um von frisch eingelieferten Tierskadavern das Fleisch wegzufressen...

• der Mistkäfer zum "Käfer des Jahres 2004" gewählt wurde? Zumindest wurde für die Auszeichnung "Scarabeo 2004" dieser Käfer als Symbol gewählt. Diese Auszeichnung geht an das beste österreichische Jugendprojekt zum Thema "Abfallvermeidung"... (www.scarabeo2004.net - Projektende: 15.5.2004/schöne Preise!)

• die älteste Schnitzarbeit, einen Käfer (und zwar einen "Totengräber") darstellend, mindestens 25.000 Jahre alt ist? Sie wurde - aus einem Stück Kohle geschnitzt - in Süddeutschland gefunden...

• Laufkäfer die schnellsten Renner unter den Insekten ist? Der Rekordhalter ist Cicindela hudsoni, der über 2 Meter pro Sekunde zurücklegen kann! Damit schlägt er die Amerikanische Schabe (siehe dort) um Längen...

• der Schwarzkäfer einen Kopfstand machen kann? Natürlich nicht aus Spaß. Bei Bedrohung hebt er seinen Hinterleib hoch und besprüht den Verfolger mit einem übelriechenden Sekret.

• Maikäfer im 14. Jahrhundert bei einer Gerichtsverhandlung "schuldig" gesprochen wurden? Das Urteil wurde 1320 in Avignon/F durch ein Kirchengericht ausgesprochen und beinhaltete u. a. folgende - ins Neu-Deutsche - ungefähr übersetzte Textstrecke: "Wir erteilen Euch die Auflage, sich in ein von uns beschildertes Feld zurückzuziehen, wo für Euch Nahrung bereitgehalten wird. Solltet ihr der Aufforderung nicht Folge leisten, werdet ihr als "vogelfrei" bezeichnet und könnt' von jedermann getötet werden."

• die australischen Rinderzüchter afrikanische Mistkäfer importierten? Der einheimische, australische Mistkäfer ist auf den Dung der Känguruhs spezialisiert. Als nun die Australier mehr und mehr Rinder züchteten (und da mehr und mehr Ausscheidungsprodukte anfielen), wurde dieser Mistkäfer "damit" nicht mehr fertig. Abhilfe brachte der Import von afrikanischen Mistkäfern. Diese vermehrten sich, da ihre natürlichen Feinde hier fehlten, rasch und lösten das (stinkende) Problem.

• Sie es an ruhigen, windstillen Tagen im Wald so richtig "prasseln" hören können? Das sind die Kotkügelchen der im Blätterdach sitzenden und fressenden Rüsselkäfer, die auf den (blätterbedeckten) Waldboden fallen.

• der "Goldglänzende Rosenkäfer" von einem Kuratorium in Deutschland zum "Insekt des Jahres 2000" gewählt wurde?

• der Maiskäfer (auch als Reiskäfer oder Kornkäfer bekannt) ein äußerst hartnäckiger Schädling ist? Viele chemische Bekämpfungsmittel, die anderen Käfer bald den Garaus machen, bleiben bei ihm wirkungslos...

• Sie den "Kaminkäfer" (Kleiner Zangenbock; Rhagiu inquisitor) ohne weiteres wieder in die Kälte des Winter entlassen können, ohne daß er Schaden nimmt? Mit dem Kaminholz (unter dessen Rinde/Borke diese Tiere überwintern) kommen sie von Fall zu Fall in die gute Stube und werden dort durch die Wärme "geweckt".

• die "Österreichische Entomologische Gesellschaft" den Alpenbock zum "Insekt des Jahres 2001" erkoren hat? Der Alpenbock (Rosalia alpina) gehört zur Familie der Bockkäfer/Cerambycidae; wird ca. 20 bis 35 mm lang; ist hellblaugrau/schwarz gefärbt; hat überkörperlange Fühler; lebt auf / bei Buchen; Vorkommen: Zentraleuropa, tw. Südeuropa, Kaukasus, Naher Osten).

• sich die "The Beatles" nach dem Silberkäfer benannten? Bevor sie "die Beatles" wurden, hieß die Band "The Silver Beetles"...

• es ca. 370.000 beschriebene Käferarten gibt? In keiner Tier- oder Pflanzengattung gibt es soviele verschiedene "Mitglieder".

Mücken
Wussten Sie, dass...

• es ca. 120.000 Arten von Fliegen und Mücken gibt?

• es Moskitos der Art "Malaya" gibt, die an Ameisenstrassen lauernd warten, bis eine Ameise vorbeikommt und dieser dann das mühsam gesammelte Nahrungsstückchen aus den Kiefern stiehlt?

• Mücken der Art Forcipomyia (Gnitze) eine Flügelschlag-Frequenz von über 1.040 Schlägen pro Sekunde haben?

• aus Afrika zurückkehrende Zugvögel im Frühjahr 2002 ein Virus nach Wien/Ö brachten, das fast die gesamte Amselpopulation auslöschte? Die Zugvögel wurden in ihrem Überwinterungsort von Stechmücken angefallen, die das Usutu-Virus übertrugen... (Hinweis: Amsel = heimischer Singvogel)

• bei uns in Mitteleuropa über 8.000 Arten von "Zweiflüglern" bekannt und beschrieben sind?

• Insgesamt, so wird geschätzt, gibt es weltweit über 100.000 Arten!

• Zuckmücken (Chironomidae) ziemlich temperaturunempfindlich sind? Temperaturen von bis zu plus 104 Grad Celsius und bis zu minus 190 Grad Celsius (beides im Versuchslabor) überstehen die Tiere ohne sichtbare Schäden...

• das - für die Menschheit gefährlichste Tier die Anopheles-Mücke (Malaria-Überträger) ist? Es wird angenommen, dass die Hälfte aller Todesfälle seit der Frühzeit des Menschen auf deren Konto geht. Ca. 2 Mio. Menschen - die meisten davon Kinder (alle 30 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria!)- sterben auch noch heutzutage jährlich an der Malaria-Erkrankung (der Erreger ist ein Einzeller - Plasmodium falciparum).

• eine weitere "gefährliche" Mücke in Südamerika lebt? Es handelt sich um eine Sandmücken-Art, die auch Menschen sticht und dabei den Erreger (ein Einzeller) der Leishmania-Krankheit überträgt. Leishmania-Wunden heilen sehr schlecht ab, der Erreger "frisst" sich durch das Muskelfleisch bis zum Knochen durch. Auch der Knochen wird, neben Leber und Milz, angegriffen. Durch die Erderwärmung (wird angenommen) treten diese Mücken bereits in Mitteleuropa auf...

• alleine in der Schweiz ca. 6.100 Fliegen- und Mückenarten leben? Vor kurzem wurden nahe Zürich 20 bisher unbekannte Arten entdeckt.

• in Mitteleuropa bereits im Februar die ersten Mücken fliegen? Es sind dies die "Wintermücken" (Trichocera hiemalis, 6-7 mm gross). Die Männchen dieser Art "tanzen" in den ersten warmen Sonnenstrahlen und locken damit die Weibchen an...

• eine Mückenart (Psorophora confinnis) die kürzeste Entwicklungszeit hat? Es dauert nur ca. eine Woche vom frischgelegten Ei bis zum wieder eierlegenden Weibchen...

• die Larve der Zuckmücke Sergentia koschowi bis in Wassertiefen von über 1300 Metern vordringt? Im Baikalsee/Sibirien wurden in dieser Tiefe diese Larven gefangen...

• die jede Larve der Gallmücke täglich bis zu 80 Blattläuse aussaugt? Nach fünf derartigen Fressorgien kann dann bereits die Verpuppung einsetzen.

• einer der Lieblingssgerüche der "Fiebermücken" (Malaria!) der menschliche Fussschweissgeruch ist? Ein ähnlicher Geruchsstoff ist in "Limburger Käse" enthalten, der extrahiert und in Zukunft als Mückenfalle/Lockstoff in den tropischen Ländern eingesetzt wird.

• bestrahlte Mücken eingesetzt werden, um "normale" dieser Gattung auszurotten? Bestrahlte Individuen paaren sich mit "normalen" und können doch keine Nachkommen hervorbringen. Wird dieser Vorgang öfters wiederholt, werden sich kaum zwei "fruchtbare" Partner mehr finden...

• bestimmte Mückenarten "Schuld" daran haben, das pro Jahr ca. 300 bis 500 Millionen Menschen eine Klinik aufsuchen müss(t)en?

Jene Mückenarten, z. B. Anopheles, die den Malaria-Erreger übertragen, haben jährlich zwischen 1,5 und 2,5 Millionen Menschen "auf dem Gewissen"! Alleine in Afrika könnten hunderttausende Kinderleben gerettet werden, wenn diese ein "Moskitonetz" (mit Insektiziden behandelt) verwenden könnten... (gerade 2 % der afrikanischen Kinder nächtigen unter einem Moskitonetz!)

• ab dem Jahre 1862 Malariamücken daran "schuld" sind, dass auf der Insel Maui (Hawaii) viele Arten der dort lebenden Vögel ausstarben? 1862 brachten englische Matrosen die Malariamücken - unbewusst - auf die Insel: in ihren Trinkfässern, die sie in den Flüssen Maui's ausspülten...

• in der Londoner U-Bahn eine "eigene" Mücken-Art lebt? Ehemals von Menschen- und Vögelblut lebend, musste sie sich auf Rattenblut "umstellen" - und kann sich auch nicht mehr mit den oberirdischen Stechmücken paaren...

• Sie - ohne der Bestäubungstätigkeit einer winzigen Gnitzenart (Mücke) - den Geschmack von Kakao nicht kennen würden? Es würde nämlich keine Kakaopflanzen geben...

• Sie Mückenlarven kaufen können? Eine Firma in Wien bietet zur biologischen Bekämpfung der Blattlaus z. B. "Gallmückenlarven" an...

Malaria in Mitteleuropa...
• (durch die Erderwärmung ?) Malaria tropica verbreitende Mücken (der Gattung Anopheles) bis Mitteleuropa vordringen könnten? Was das bedeutet, kann man sich leicht ausmalen...

Malaria in Österreich...
• es selbst in Österreich pro Jahr über 90 Fälle von Malaria-Erkrankungen - hervorgerufen durch Stiche der Anopheles-Mücke in tropischen Ländern - gibt? Es starben sogar 3 Menschen daran (Im Jahre 2001)...

Repellent...
• Sie Mückenschutzmittel, die Sie auf die Haut aufgetragen haben, mindestens alle drei Stunden erneuern sollten? Danach sind die ätherischen Öle verflüchtigt und schrecken das Tier nicht mehr ab. Als "natürliches" Mittel können Sie folgende Öle mischen: etwas Zitronenöl (Zedernöl oder Nelkenöl tut's auch), etwas Mandelöl, etwas Olivenöl...

Pappataci-Fieber...
• es im Mittelmeergebiet eine besonders unangenehme Mückenart gibt? Es handelt sich um die Sandmücke (Phlobotomus perfiliewi), die eine Viruserkrankung, das Pappataci-Fieber, überträgt. Diese Krankheit ist nicht tödlich, aber die davon hervorgerufenen Gliederschmerzen und das Fieber sind allerdings auch nicht ohne...

Gentechnik I...
• durch Genmanipulation an Anopheles-Mücken versucht wurde, diese - und damit das Malaria-Fieber - auszurotten? Der Versuch gelang bereits im Jahre 2000, musste aber wieder abgebrochen werden, weil die in die Natur entlassenen, genmanipulierten Anophelesmücken schon nach vier (und manchmal auch mehr) Generationen diese veränderten Gene wieder verloren...

Gentechnik II...
• Bestrebungen im Gange sind, die Anopheles-Mücke (Überträgerin von Malaria) so gentechnisch zu verändern, so dass sie diese gefährliche Krankheit nicht mehr übertragen kann? Nur - es kann niemand vorhersagen, welche Nebenwirkungen eine Gen-Veränderung noch mit sich bringen kann!

Wasserspass...
• ein sattes Stechmücken-Weibchen zwischen 100 und 300 Eier in Tümpeln, Regenwassertonnen - ja sogar in die mit Wasser gefüllten Vertiefungen eines zusammengeknüllten Plastiksackes - ablegt, die sich innerhalb weniger Tage zu stechfreudigen Jung-Weibchen entwickeln? Decken Sie daher alle Wasserbehälter in Ihrem Garten etc. ab!

Schaben
Wussten Sie, dass...

• zur Zeit etwa 4.000 Arten von Schaben bekannt sind? Davon gibt es allerdings in Mitteleuropa nur ca. 10 Arten.

• die "Beliebtheit" von Schaben - je nach Standpunkt - an ihren volkstümlichen Namen ablesbar ist? Einmal werden sie "Franzosenkäfer", einmal "Schwabenkäfer" und ein anderesmal "Preussenkäfer" genannt...

• Schaben eine Entwicklungszeit (vom Ei zum Vollinsekt) von 4 Jahren haben? Drei Monate lang entwicklen sich die Eier in der sogenannten Oothek (Eipaket), dann schlüpfen die Larven.

• es auf Madagaskar und in Mittelamerika Schaben gibt, die bis zu 10 Zentimeter (kein Druckfehler! z. B. die "Megaloblatta blaberoides") lang werden können und die bei Gefahr, wenn sie z. B. angegriffen werden, Zischlaute ausstossen können?

• Schaben besonders in Nordamerika (USA) sehr häufig sind? In einem kleinem Landstädtchen wurden pro Hektar über 250.000 Stück gezählt...

• Schaben bis zu 3 Monate ohne feste und bis zu einem Monat ohne flüssige Nahrung auskommen können?

• Schabenweibchen der Art Nauphoeta cinera nicht die ranghöchsten und stärksten Männchen bevorzugen, sondern die schwächeren? Der Grund ist einfach: sie werden beim Liebesspiel von den schwächeren Männchen weniger verletzt... (die stärkeren Männchen sehen das natürlich nicht gerne und versuchen, Kopulationen zwischen Weibchen und schwächeren Männchen zu verhindern)...

• es sogar ein Lied gibt, das die Schaben besingt? Sie werden doch bestimmt "La cucaraca" kennen, oder?

• Küchenschaben wahrscheinlich sogar eine atomare Katastrophe ("Supergau") überleben könn/t/en? Experimente mit hohen Strahlungsdosen haben dies bekräftigt... (Bitte machen Sie derartige Experimente nicht am häuslichen Küchentisch nach!)

• die (Küchen-)Schabe eher unter dem volkstümlichen Namen "der Kakerlak" bekannt ist?

• die amerikanische Grossschabe ("Periplaneta americana"; bis 32 mm Körperlänge) in einer Sekunde bis zu 74 cm (!) zurücklegen kann?

• Schabenweibchen in der Regel etwas grösser als ihre Männchen werden? Eine Art, und zwar Megaloblatta longipennis, schlägt alle. Die "technischen" Daten: Länge über 95 mm, Breite ca. 45 mm.

• Schaben der Art Nauphoeta cinerea (Grauschaben) verschiedene "Körpergerüche" haben? Wir Menschen können die Unterschiede zwar nicht wahrnehmen, aber den Schaben bedeutet es z. B.: "Ich bin der Ranghöhere und bekomme den besten Futter- und Schlafplatz!"

• Schaben innerhalb von sechs Generationen (also, Eltern, Junge, Eltern, Junge usw.) sich auf die widrigsten Umwelteinflüsse - auch Gifte - einstellen können? Nach diesen sechs Generationen sind sie gegen ein neues Gift immun!

• das beste (Haus)-Mittel gegen Schaben Mäuse sind? (Und gegen Mäuse Katzen.) (usw.)

• die Deutsche Schabe (bzw. ein Paar davon) - wenn man sie lassen würde - in einem Jahr über 350.000 Nachkommen (Kinder, Enkel, Kindeskinder) hervorbringen könnte? Als Allesfresser kann man sich eben eher dem Überlebenstrieb widmen...

• Schaben seit mindestens 300 Mio. Jahren diesen Planeten bevölkern? Sie sahen also auch, wie die Saurier entstanden und wie sie schliesslich ausstarben...

• Schaben innerhalb einer (1) Sekunde über 20 mal die Laufrichtung ändern können? Der Grund: Sie haben dicke Nervenstränge, die die Signale "von aussen" schnell (schneller als bei jedem anderen Insekt!) zum Gehirn senden.

• Schaben in den "Fingerspitzen" (im übertragenen Sinne!) Sensoren haben, die kleinste Schwingungen wahrnehmen können? Angeblich bleiben ihnen Schwingungen vom Durchmesser eines Wasserstoffatoms nicht verborgen....

• Schaben mit ihren Schwanzfortsätzen (Cerci) schwächste Luftdruckveränderungen (zum Beispiel die "Vorankündigung" einer herabsausenden Fliegenklatsche) spüren können? In Kombination mit ihrer Laufschnelligkeit sind sie kaum zu erwischen!

• die amerikanische Grossschabe ("Periplaneta americana"; bis 32 mm Körperlänge) in einer Sekunde bis zu 74 cm (!) zurücklegen kann?

• Schabenweibchen in der Regel etwas grösser als ihre Männchen werden? Eine Art, und zwar Megaloblatta longipennis, schlägt alle. Die "technischen" Daten: Länge über 95 mm, Breite ca. 45 mm.

• Schaben der Art Nauphoeta cinerea (Grauschaben) verschiedene "Körpergerüche" haben? Wir Menschen können die Unterschiede zwar nicht wahrnehmen, aber den Schaben bedeutet es z. B.: "Ich bin der Ranghöhere und bekomme den besten Futter- und Schlafplatz!"

• Schaben innerhalb von sechs Generationen (also, Eltern, Junge, Eltern, Junge usw.) sich auf die widrigsten Umwelteinflüsse - auch Gifte - einstellen können? Nach diesen sechs Generationen sind sie gegen ein neues Gift immun!

• das beste (Haus)-Mittel gegen Schaben Mäuse sind? (Und gegen Mäuse Katzen.) (usw.)

• die Deutsche Schabe (bzw. ein Paar davon) - wenn man sie lassen würde - in einem Jahr über 350.000 Nachkommen (Kinder, Enkel, Kindeskinder) hervorbringen könnte? Als Allesfresser kann man sich eben eher dem Überlebenstrieb widmen...

• Schaben seit mindestens 300 Mio. Jahren diesen Planeten bevölkern? Sie sahen also auch, wie die Saurier entstanden und wie sie schliesslich ausstarben...

• Schaben innerhalb einer (1) Sekunde über 20 mal die Laufrichtung ändern können? Der Grund: Sie haben dicke Nervenstränge, die die Signale "von aussen" schnell (schneller als bei jedem anderen Insekt!) zum Gehirn senden.

• Schaben in den "Fingerspitzen" (im übertragenen Sinne!) Sensoren haben, die kleinste Schwingungen wahrnehmen können? Angeblich bleiben ihnen Schwingungen vom Durchmesser eines Wasserstoffatoms nicht verborgen....

• Schaben mit ihren Schwanzfortsätzen (Cerci) schwächste Luftdruckveränderungen (zum Beispiel die "Vorankündigung" einer herabsausenden Fliegenklatsche) spüren können? In Kombination mit ihrer Laufschnelligkeit sind sie kaum zu erwischen!

Wespen
Wussten Sie, dass...

• die Körpergrösse der Insekten zwischen 0,14 Millimeter (Erzwespen-Art) (Einzeller sind bisweilen grösser) und 35 Zentimeter (Gespensterschrecken-Art) liegen kann?

• sich bis zu 65 Wespen der Art Caraphractus in einem einzigen Käfer-Ei entwickeln können? Die Wespen-Mutter stach vorher das Käfer-Ei an und legte ihre Eier hinein.

• sich bis über 3.000 Wespenlarven der Art Copidosoma floridanum in einer Nachtfalter-Raupe entwickeln können?

• Wespen landläufig die gelb/schwarz gestreiften Insekten genannt werden, die - wenn wir im Freien picknicken - um unsere Marmeladebrote herumschwirren? Aber wussten Sie auch, dass der grösste Teil der Wespenarten eher "schmarotzend" lebt (sie legen ihre Eier in Larven oder Eier von anderen Insekten). Dazu benötigen Sie allerdings einen Legestachel. Den längsten hat die Schlupfwespe Megaryssa atrata (Kolumbien): über 120 mm (also ca. 12 ZENTIMETER).

• bisher 50.000 Arten von Schlupfwespen beschrieben wurden, aber noch lange nicht alle? Experten rechnen mit 500.000 bis 1,0 Mio. Arten!

• die Grabwespe (der Name kommt nicht von der letzten Menschenruhestätte, sondern davon, weil dieses Tier eine Brutröhre gräbt, ca. 250 Arten in Mitteleuropa) im Garten ein gern gesehener Gast ist? Diese Wespe vertilgt Pflanzenschädlinge und bestäubt so nebenbei die Blüten.

• in Mitteleuropa ca. 600 Wespenarten vorkommen?

• Grabwespen (z. B. Liris niger) ihre Opfer (z. B. Grillen) durch einen gezielten Stich in einen Nervenknoten lähmen? Das eingespritzte Gift lässt das überfallene Tier am Leben, hindert es allerdings an der Flucht. Das Beutetier wird anschliessend in die Brutröhre geschleppt, dort mit einem Wespenei "beglückt" und seinem Schicksal - sprich Verzehr durch die Wespenlarve - überlassen.

• die Erzwespen fleissige Pflanzenschädlingsvertilger sind? Durch das Legen von Eiern in Larven von Pflanzenschädlingen kann deren Ausbreitung gestoppt werden.

• die grössten Feinde der Minierfliegen sowie der Woll- bzw. Blattläuse die diversen Schlupfwespen-Arten sind? Auch sie legen ihre Eier in deren Larven.

• sich die Brackwespe Perilitus coccinellae mit Vorliebe über ausgewachsene Marienkäfer hermacht? Ein Stich in das Nervengewebe lähmt den Käfer, ein weiterer bringt ein Ei in dessen Körper ein. Diese Vorgangsweise ist insoferne ungewöhnlich, weil normalerweise das Ei in eine Insektenlarve gelegt wird.

• die Riesen-Holzschlupfwespe (fast 80 mm lang, 40 mm Legestachel) durch die Baumrinde und das darunterliegende Holz hindurch ihren Legestachel treibt und genau in eine Käferlarve trifft? Ob nun ihr Geruchs- oder ihr Tastsinn die grössere Rolle spielt, ist noch umstritten.

• eine kleinere Schlupfwespe diesen Vorgang zuweilen beobachtet und das nun bestehende Bohrloch nutzt, um ihre eigenen Eier dazuzulegen?

• eine Wegwespen-Art ein Loch in den Boden gräbt und dort auf Beute wartet? Bei dieser Beute handelt es sich um die Falltürspinne, die das Loch als willkommene Behausung ansieht. Allerdings erweist diese sich als ihre letzte Ruhestätte, denn die Wegwespe betäubt sie und legt ihre Eier in den Spinnenkörper.

• die Warntracht des Wespenkörpers (also gelb/schwarz) von nichtstechenden Fluginsekten imitiert wird? "Rühr' mich nicht an!" teilen so u. a. der Widderbock (Käfer-Art), eine Schwebfliegen-Art und eine Syntomiden-Art (Falter-Art) ihrer Umwelt mit.

• die Weibchen der parasitierenden Schlupfwespen-Arten, wenn sie ihre Eier in z. B. eine Raupe legen, gleichzeitig bestimmte Viren mit in den Raupenkörper transferieren! Diese Viren schalten das Immunsystem der Raupe aus, damit die Eier der Schlupfwespe sich im Körper der Raupe entwickeln können. Würde der Virus nicht mitgegeben werden, würde das Immunsystem der Raupe kurzen Prozess mit den Schlupfwespen-Eiern machen!

• in Kuba Wespen gezielt zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden? (Durch den Wegfall der Wirtschaftshilfe der ehemaligen Sowjetunion sah sich Kuba genötigt, nach anderen Schädlingsbekämpfungsarten - anstelle von teuren Pestiziden - Ausschau zu halten. Kuba ist mittlerweile ein Land geworden, das Ernteschädlingen zumeist mit biologischen Methoden an den Kragen geht.)

• Wespen der Art Vespidae mit Vorliebe Fliegen fressen? Es wurde beobachtet, dass in ca. einer Stunde so an die 60 Wespen über 220 Fliegen gefangen haben.

• es ein Aberglaube ist, zu glauben, dass 3 Stiche einer Hornisse ("Vespa crabro"; eine der grössten Faltenwespenarten; bis ca. 40 mm Körperlänge) einen Menschen und 7 Stiche ein Pferd töten können? Das Hornissengift ist auch nicht "giftiger" als das einer Honigbiene...

• die grösste europäische Schlupfwespe ("Grosse Schlupfwespe) bis zu 9 cm lang werden kann? Allerdings ist diese Abmessung inklusive des Legestachels. Dem Menschen wird sie nicht gefährlich, - ganz im Gegenteil, diese Wespe ist sehr nützlich, - sondern den Holzschädlingen wie Holzwespen und Bockkäfern. Die Schlupfwespe spürt - durch zentimeterdickes Holz - deren Larven auf, durchbohrt mit dem Legestachel das Holz und legt je ein Ei auf die Larve. Die ausgeschlüpfte Schlupfwespen-Larve frisst nun nach und nach die Wirtslarve auf.

• man in Neuseeland ein Wespennest mit den gigantischen Ausmassen von 5 x 3 Metern fand? Ein erstaunliches Bauwerk für ein Insekt von der Grösse einer Honigbiene!

• die Tarantelwespe mit einem Stich - in das Zentralnervensystem der Tarantel - diese lähmt (die Tarantel bleibt am Leben) und dann diese Spinne in ihr Erdloch zerrt. Dort angekommen, legt sie ihre Eier in den Körper der Tarantel. Nach dem Schlüpfen verzehren die Wespenlarven die Tarantel von innen - sparen aber die für die Spinne lebensnotwendigen Organe bis kurz vor ihrer Verpuppung auf.

• eine Wespenart die (giftigen) Larven der Blattkäferart Chrysomela aenicollis trotz deren giftiger Ausscheidungen (von den Rückendrüsen) trotzdem überfallen? Sie packt die Larve, fliegt auf einen festen Untergrund, dreht die Larve auf den Rücken und "raspelt" die Rückendrüsen ab! Danach verfüttert sie die Larve an ihre Jungen....

• die Wespen der Familie Pompilidae (Gewicht pro Individuum: ca. 50 Milligramm) mit Vorliebe (Fress-) Jagd auf die afrikanische Radspinne (Carparachne aureoflava) macht? Diese Spinne lebt in bis zu 50 cm tiefen Höhlen an/in Sanddünen. Kann die Wespe die Spinne nicht durch den Eingang bezwingen, gräbt sie sich von oben zur Spinne durch. Dazu muss sie oft mehrere Kilogramm Sand "wegschaufeln"!

• Sie Wespen kaufen können? Eine Firma in Wien bietet zur biologischen Bekämpfung der "Weissen Fliege" z. B. "Erzwespen" an...

• Hornissen Jagd auf Fliegen, Spinnen und andere Insekten machen? Wir Menschen sollten sie daher als nützlich betrachten...

• heuer (also 2002) eine neue - bisher unbekannte - Erzwespen-Art entdeckt wurde? Und zwar in Innsbruck/Tirol/Österreich. Der Erzwespe wurde der lateinische Name "Chrysocharis alpinus Yefremova" gegeben. Sie kommt ausschliesslich in Innsbruck vor!

• Gallwespen-Arten zur Herstellung von Medizinen verwendet wurden? Nicht das Tier selbst, sondern die vom Tier verursachten "Gallen" (z. B. an Eichen) wurden gesammelt, zermahlen/weiterbehandelt und z. B. bei folgenden Krankheiten angewendet: blutende Pharyngitis, Zahnschmerzen, Heiserkeit usw...

• Holzwespen für ihren Nachwuchs eine "Nahrungsvorsorge" treffen? Sie deponieren durch den Stich in's Holz neben dem Ei auch Pilzsporen, die das Holz in der Nähe der schlüpfenden Larve zersetzen und so die Nahrungsaufnahme für ihr Junges erleichtert wird. Natürlich macht das Tier dies unbewusst...

• Wespen fleissige Insektenvertilger sind? Über 1,5 Kilogramm "Insektenfleisch" tragen die Wespen täglich in den Bau ein um damit die Larven zu füttern...

• einige Wespenarten auch gerne Ameisen fressen? Eine dieser Arten dringt in Ameisennester ein und bringt die Ameisen so durcheinander, dass sich diese gegeneinander auflehnen und gegeneinander kämpfen. Die Wespe "bedient" sich dann, ohne selbst angegriffen zu werden...

• eine der grössten mitteleuropäischen Wespenarten die Riesenholzwespe ist? Die Flügelspannweite (von der linken Flügelspitze zur rechten) beträgt über 50 Millimeter...

• eine Zwergwespenart tagelang unter Wasser leben kann? Sie lauert den Wasserkäfern auf, damit sie ihre Eier in die der Wasserkäfer legen kann...

• eine Schlupfwespenart nur 1 (ein) Ei in eine Raupe legen muss, um hunderte "Kinder" zu zeugen? Im Körper der Raupe teilt sich das Ei mehrfach und mehrfach. Jedes davon wird dann eine Schlupfwespenlarve...

• es Wespenarten gibt, die Pflanzenfresser sind? Ihre Larven verursachen die "Gallen" (das sind Wucherungen) auf Holzgewächsen...

• in Österreich jährlich 5 Personen an Wespenstichen sterben? Diese Personen waren gegen Wespengift allergisch...

• (mitteleuropäische) Wespen über 30 km/h schnell fliegen können? Jeder Fluchtversuch eines Menschen bleibt da (vermutlich) zwecklos...


So gehen sie mit Wespen richtig um
• Am Kaffeetisch und beim Grillen: Wespen stechen sobald sie sich bedroht fühlen. Vermeiden Sie deshalb heftige Bewegungen.

• Nur zwei unserer heimischen Wespenarten stehen auf Süssspeisen und Fleisch/Wurst (Deutsche Wespe und Gemeine Wespe). Es ist sinnvoll Nahrungsmittel im Freien abzudecken und Reste wegzuräumen. Nachdem Essen sollte der Mund bei Kindern abgewischt werden, um die Wespen nicht anzulocken.

• Nie direkt aus der Flasche trinken. Am besten Getränke mit dem Strohhalm trinken. Wespen können durch eine abseits stehende Flasche mit süssem Inhalt abgelenkt werden.

• Wespen werden von dem süsslichen Geruch von Parfum und Autan angezogen und fliegen gerne auf bunte Kleidung.

• Sind Wespennester in Hausnähe, bringt man Fliegengaze an Fenstern und Türen an. Wespennester am Haus dürfen nicht einfach eingeschlossen werden, da sich die Tiere dann einen anderen Ausgang suchen und so ins Haus gelangen können. Am verschlossenen Einflugloch müssen Sie dann mit aggressiven Wespen rechnen. Wespen haben ein Langzeitgedächtnis!

• Bleibt man auf einer Distanz von 2-3 Metern zum Nest und versperrt die Flugbahn der Wespen nicht, fühlen sie sich nicht bedroht.

• Für Kleinkinder in der Nähe des Nestes Absperrung machen. Nicht barfuss laufen, da sich auch Nester in der Wiese befinden können.

• Obst rechtzeitig abernten und aufsammeln. Blattläusen mit biologischen Massnahmen vorbeugen bzw. diese bekämpfen, da die süssen Ausscheidungen der Läuse Wespen anziehen.

• Wenn Holzverschalungen am Haus regelmässig gepflegt und mit umweltfreundlichen Lacken angestrichen werden, wird das Holz nicht von Wespen zu Nistmaterial verarbeitet.

• Um Wespen, die sich ins Haus verirrt haben, wieder nach draussen zu bringen, wird ein Glas über die Wespe gestülpt und vorsichtig ein Stück Papier als Boden untergeschoben.

• Nach den ersten Frostnächten im Herbst gehen die Wespen ein. Nur die Königin überlebt und sucht sich einen anderen Platz zum Überwintern. Man kann das Nest nun gefahrlos entfernen. Es empfiehlt sich, die Stelle gut zu säubern, denn Wespen orientieren sich am Geruch. Wohnungssuchende Königinnen könnten sonst im nächsten Jahr wieder an der Stelle einfinden, an der es "nach Wespe riecht".

• Wespennester in der Nähe von Kindern entfernen. Dafür keine Pestizide verwenden, sondern Wespennester nur von Experten entfernen lassen.


Gestochen – was nun?
Gefährlich sind Wespenstiche für Personen, die unter einer Allergie gegen das Wespengift leiden. Die Reaktionen auf den Stich sind dann nicht örtlich begrenzt, sondern erfassen grosse Teile des Körpers und den Kreislauf. Bei derartigen Symptomen ist sofortige ärztliche Behandlung erforderlich.

Ein gesunder Mensch kann dagegen viele Stiche ohne bleibende gesundheitliche Schäden ertragen. Die Redensart: "Drei Stiche töten einen Menschen, sieben Stiche ein Pferd" trifft auf die Hornisse genau so wenig zu wie auf die übrigen Wespenarten. Normalerweise kommt es beim Menschen nur zu einer lokalen, leicht schmerzenden Schwellung, die sich durch sofortiges Aussaugen des Giftes und Auflegen einer angeschnittenen Zwiebel oder Zitrone oder Kühlung mit Eis lindern lässt.

Wespenstiche im Mund- und Rachenbereich sind gefährlich, da die Schwellungen eine Verengung der Atemwege hervorrufen können und Erstickung droht. Sofort zum Arzt!

Tipps für Allergiker
Zecken, Bremsen, Wespen - Tipps für den Notfall

Für mehr als 18 Prozent aller Allergiker können Stiche von Insekten lebensgefährlich werden. Etwa 5 Prozent aller Deutschen reagieren allergisch auf Stiche von den Insekten. Aber auch der Biss von Zecken (Holzböcken) kann gefährliche Folgen haben.

Allergien:
Eine Allergie ist jede andersartige Reaktion des Körpers auf eine Substanz, mit der er in Berührung kommt oder die er produziert. Das Immunsystem kann nicht (mehr) zwischen schädlichen und nicht schädlichen Stoffen unterscheiden. Es kann sogar aus Fremdstoffen, die in den Körper gelangen und normalerweise abgebaut oder ausgeschieden werden (Haptene) durch Ankoppelung von Antikörpern neue Gebilde entstehen lassen, auf die der Organismus mit allergischen Reaktionen antwortet.

Allergie vom Sofort-Typ: Eintritt nach Zweitkontakt (der Erstkontakt ist immer notwendig zur Sensibilisierung) mit dem als schädlich erkannten Stoff. Die Krankheitszeichen (siehe weiter unten) sind binnen Sekunden, spätestens jedoch innerhalb von 15 Minuten vollständig ausgebildet. Träger der Immuninformation sind Antikörper (AK) vom Typ Immunglobulin (Ig) E. Die Antigen(Fremdstoff) - Antikörper-Reaktion verändert die Oberfläche der Mastzellen, bestimmter Zellen in Haut und Schleimhaut, auf denen sich die IG-E-AK befinden. Das setzt unter anderem den Hauptauslöser der Allergien, das Histamin frei. Diese körpereigene Substanz kann in riesigen Mengen den gesamten Körper überschwemmen und die typischen Symptome auslösen: Rötung, Schwellung, Juckreiz, Überwärmung, vermehrte Schleimproduktion und andere.

Allergie vom Spät-Typ: Zwischen dem Zweitkontakt und der Reaktion vergehen mindestens 24-72 Stunden. Nun agieren nicht Antikörper, sondern bewegliche Körperzellen, die T-Lymphozyten. Sie haben auf ihrer Oberfläche Rezeptoren, also Ankerplätze für die verschiedenen allergenen (allergieauslösenden) Stoffe. Die T-Lymphozyten setzen die Entzündungsstoffe frei, welche die Allergie auslösen. Bei jedem fünften Patienten, der eine Allergie vom Soforttyp hatte, entwickelt sich auch eine Allergie vom Spättyp. Sicherheitshalber muss noch für 8 Stunden weiter beobachtet und gegebenenfalls begleitet werden.

Insektenstichallergien durch Bienen, Wespen, Bremsen, Hornissen oder Hummeln gehen meistens glimpflich ab. Sie sind weniger giftig als viele befürchten.

Merke: Niemand, der bereits einmal von einem Insekt gestochen worden ist, weiß, ob er zu denen gehört, die auf den Zweitstich extrem reagieren. Es kommt nicht auf die Menge des Giftes an, sondern allein auf die Tatsache des Kontaktes - unabhängig von der Menge! (Im Gegensatz zu einer Vergiftung, die immer mengenabhängig ist.)

Beachte: Unter einer allergischen Reaktion auf einen Insektenstich verstehen wir nicht den normalen mitunter sehr schmerzhaften Einstich und das normale schmerzhafte Brennen in der Haut danach, sondern eine übermäßige Reaktion über den betroffenen Hautbezirk hinaus bis in den Kreislauf hinein.

Medikamente gegen Allergien
Schweregrade der Reaktionen vom Sofort-Typ

Grad I - Hautreaktionen: Rötung, Schwellung, Juckreiz, Bildung von Quaddeln auch an anderen Körperstellen als nur in unmittelbarer Nähe der Einstichstelle

Grad II - Hautreaktionen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe, Heiserkeit, Luftnot, schneller schlagendes Herz (über 90-100 mal pro Minute = Tachykardie), Blutdruckabfall, Nasenbluten

Grad III - zusätzlich oft unwillkürlicher Stuhlabgang, Schwellung im Kehlkopf, (Heiserkeit, Hüsteln) Bronchialasthma (maximale Verengung der tieferen Atemwege), blaues Anlaufen im Gesicht und blaue Lippen (Zyanose) und Schock zu erwarten

Grad IV - Atemstillstand, Kreislaufstillstand und das heißt sofortige Reanimationspflicht mit sofortiger Atemspende, äußerer Herzmassage und paralleler Benachrichtigung des Notarztes. Das kann bereits unter Punkt III notwendig werden

Allergien nach Stichen von Stechmücken oder Bremsen sind selten. Es kann jedoch abhängig von der Giftmenge eine erhebliche Schwellung an der Einstichstelle auftreten. Lebensgefahr besteht dann nicht. Überreagierende Allergiker in schlechter Tagesform sind in ihrer Reaktion allerdings nie optimal einzuschätzen. Es bleibt immer ein Restrisiko.

Merke: In solchen Situationen gilt es für bekannte Insektenstichallergiker und deren Begleiter, erhöhte Aufmerksamkeit zu entwickeln, um das Richtige zur richtigen Zeit zu unternehmen.

Tipp: Lassen Sie sich von Ihrem Hautarzt oder Hausarzt, notfalls auf Privat-Rezept, ein Notfallset verschreiben. Das enthält Adrenalin (Epinephrin, Suprarenin), das schnell auch von Laien gespritzt werden kann (0,3-0,5 mg Adrenalin). Schulung durch den Arzt und sein Hilfspersonal ist dringend zu empfehlen. Daneben sollte ein Antiallergikum, z.B. Fenistil® flüssig und ein Glucocorticoid (Cortison) darin sein. Anfangs, wenn die Atmung noch einigermaßen funktioniert, kann, besonders in Kenntnis der Reaktionsbereitschaft der betroffenen allergischen Person, rechtzeitig ein sogenannter Medi-Haler - ein Adrenalin in Spray-Form zur Inhalation verwendet werden, z.B. Primatene(R).

Merke: Allergiestests sind frühestens 3 Wochen nach der Allergie-Reaktion (egal wie stark diese war) sinnvoll. Grund: Nach der heftigen Reaktion hat der Körper seine ganzen Vorräte an IgE verbraucht. Dann gelingt auch der entsprechende Bluttest (RAST) nicht, denn auch er ist auf die Anwesenheit dieser Antikörper angewiesen.

Merke: Im Notfall hilft kein Kleckern sondern nur noch Klotzen. Das Fenistil in flüssiger Form sollte zum Beispiel langsam direkt aus der Flasche getrunken werden. Wenn nötig die eventuell sogar leeren - die Flüssigkeit wird besser aufgenommen als Tabletten.

Wie kann man diesen Gefahren vorbeugen?
Hundertprozentiger Schutz ist nicht möglich. Folgende Tipps können aber den Schaden auf ein Minimum reduzieren:

• Lassen Sie von Profis die Nester von Bienen, Wespen oder Hornissen entfernen oder verlegen. (Feuerwehr oder Imker) Die Tötung von Hornissen steht übrigens unter Strafe (bis 50.000 Euro), sie sind von der Giftmenge her nur 1/3 so gefährlich wie Bienen und verursachen seltener Allergien.

• Vermeiden sie hastige Bewegungen, schütteln Sie die Tiere ab oder streifen Sie diese mit Zeitungspapier o.ä. ab.

• Arbeiten im Garten bieten die beste Gelegenheit, gestochen zu werden. Kleiden Sie sich so, dass die Fluginsekten keine Chance haben: Handschuhe, Hut, lange Hosenbeine, lange Ärmel

• Beim Obstpflücken ist besondere Vorsicht geboten. Wespen bevorzugen Fallobst.

• Vermeiden Sie den Verzehr von Süßspeisen oder süßen Getränken beim Picknick. Lassen Sie keine Fleischreste herumliegen.

• Verwenden Sie einen sogenannten "Repellent"(Autan(R)), ein Insektenschutzmittel für die Haut, wenn Sie vorhaben, sich längere Zeit im Freien aufzuhalten und besonders dann, wenn Sie geplant haben, im Freien zu essen oder zu wandern.

• Meiden Sie Haarsprays, Parfüms, stark parfümierte Sonnencremes, Seifen, Shampoos, etc., sie locken stechende Insekten an.

• Besonders anziehend wirken schwarze Stoffe, farbige Blumenmuster und weite, wallende Kleider, in denen sich die Insekten verfangen können. Gelb ist besonders für Bienen eine anziehende Farbe. Besser: hellbraune, rote oder weiße Kleiderstoffe.

• Insekten fliegen auf Parfüm und Haarspray (Sport und Spiel im Freien).

• Ziehen Sie immer Schuhe an, wenn Sie wissen, dass Sie Allergiker sind: Wespen bauen Erdnester, Bienen mögen Klee.

• Meiden Sie die Plätze, an denen Tierfütterungen stattfinden, z.B. im Zoo oder im Ausland, wo viele Hunde frei herumlaufen. Die Futterreste wirken sehr anziehend auf Wespen und Bienen.

• Vorsicht beim Entfernen oder Bewegen alter dicker Äste. Darin bauen oft Wespen ihre Nester.

• Bringen Sie Moskitonetze oder Fliegengitter an den Fenstern an, wenn Sie diese nicht verschlossen halten wollen. Oder hängen Sie ein Netz über das Bett.

• Werden Sie von Wespen oder Bienen angegriffen, bedecken Sie Ihren Kopf mit Ihren Armen oder einem Kleidungsstück und vermeiden Sie hektische Bewegungen. Gehen Sie ruhig und langsam aus der Gefahrenzone heraus. Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen werden nur dann nervös, wenn sie das Gefühl der Bedrohung haben.

• Beim Fahrrad- und Motorradfahren sollten Sie einen geeigneten Helm und Handschuhe tragen.

• Vergessen Sie nie Ihre Notfallmedikamente und Dauermedikamente.

• Ziehen Sie den Stachel des Insektes schnell aus der Haut heraus. Üben Sie zu starken Druck auf den Stachel aus, kann die Giftblase am Stachel womöglich noch ganz ausgedrückt werden, eine unnötige Verschlimmerung. Hierfür empfehlen sich Vakuumzangen oder Unterdruckpumpen aus der Apotheke (z.B. Aspivenin (R)), die auch ein Teil des Giftes absaugen können.

Merke: Bienen sind Nektarsammler, Hornissen Insektenjäger. Die Bienen verlieren ihren ganzen Stachel und ihr Leben. Damit erhöht sich die Wirksamkeit ihres Giftes. Hornissen können die Giftmenge relativ genau dosieren. Tödliche Dosis Hornissengift: 25 mg pro Kilogramm Körpergewicht, Bienengift: 6 mg pro Kilogramm Körpergewicht.

• Saugen Sie die Einstichstelle sofort aus und kühlen Sie diese. Das reduziert die Giftmenge, die vom Körper aufgenommen wird, ganz erheblich. Durch die Kühlung verengen sich die Blutgefäße und nehmen weniger Giftmenge auf.

• Führen Sie als Allergiker (oder für einen Allergiker) immer einen Stauschlauch mit, wie er in Arztpraxen verwendet wird. Stauen Sie nach einem Insektenstich die betroffene Extremität (Arm oder Bein) für maximal 15 Minuten. Damit wird die Giftmenge reduziert, die in den Kreislauf gelangt. Allgemeinreaktionen sind dann zum Teil erheblich geringer und weniger gefährlich.

Für Insektengiftallergiker kann der nächste Stich immer lebensbedrohlich sein. Mit dem ersten erfolgte die Sensibilisierung. Saison ist von April bis November. Mückenstiche können gefährlicher werden, wenn das "Opfer" von hunderten Stichen übersät ist. Sogenannte Kriebelmücken und andere Winzlinge der Luft können regelrecht über Mensch und Tier herfallen. Die große Giftmenge ist dann nicht ungefährlich. Einzelne Stiche können zwar extrem jucken und mehr als Handflächengröße erreichen, belasten den Organismus aber weder aufgrund der Giftmenge noch durch die Allergie-Reaktion.

Merke:
1. Alle Reaktionen können bei Kleinkindern viel stärker und bedrohlicher eintreten.
2. Allergieneigungen sind vererblich.

Insektenstiche im Mundraum:
Insektenstiche in den Mund sind prinzipiell als lebensgefährlich einzustufen. Neben der allgemeinen allergischen Reaktion kann hier vor allem die Schwellung um den Einstichbereich herum die oberen Atemwege komplett zuschwellen lassen.
Notfallbehandlung: Notruf, Kühlung von innen mit Eis (lutschen), von außen mit kalten Umschlägen um den Hals, Ruhe ausstrahlen, Kleidung lockern, aufsetzen, damit die Atmung besser funktioniert, betreuen, ständig auf Atmung, Puls, Bewusstsein achten, ggf. beatmen und in stabile Seitenlage bringen.
Merke: Tragen Sie immer Ihren Allergie-Pass bei sich und wichtige Telefonnummern.

Allergietest
Welche vorbeugenden Behandlungsmöglichkeiten für Allergiker gibt es?

• Hyposensibilisierung = Spritzimpfung - von bis zu 95 Prozent Erfolg wird berichtet. Kritiker in den eigenen Reihen sorgen sich allerdings auch um zu heftige Reaktionen bei den Einspritzungen der abgeschwächten Allergene mit der Spritze, die bis hin zum Schock gehen können. Auch beobachtet man häufig einen Wechsel der Allergie. Jahre später können dafür andere Allergien auftreten. Der Zusammenhang ist jedoch schwer herzustellen.

• SIT = sublinguale Immuntherapie = Schluckimpfung. Der Wirkstoff der unter die Zunge gegebenen Tropfen besteht aus einer starken Verdünnung des Allergens. Der Körper kann sich in Ruhe an den Stoff gewöhnen und toleriert ihn schließlich, so wie bei der Hyposensibilisierung (derselbe Mechanismus).

Welche Möglichkeiten der Vorbeugung und naturheilkundlichen Therapien gibt es?

• Viel Calcium und Magnesium einnehmen, das optimale Verhältnis ist 2:1.

• Nach dem (unkomplizierten) Insektenstich Calcium intravenös spritzen, Calcium wirkt gegen Histamin.

• Andere natürliche Antihistaminika: Vitamin C, Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe), Vitamin E, Betacarotin (Pro-Vitamin A)

• Zinktabletten, z.B. als Zinkorotat nach Testung im Blut, denn sowohl ein zu Wenig als auch ein zu viel können die Allergien fördern

• 1 EL Leinöl täglich und alle Nahrungsmittel und Nahrungsmittel-Konzentrate, die viel Omega-6 Fettsäuren enthalten, zumindest ein günstiges Verhältnis von Omega3 zu Omega6-Fettsäuren, wie Borretschöl, Nachtkerzenöl, Fisch- oder Lachsöl

• Vitamine der B-Gruppe, besonders B6

• Vermeiden von Zucker, Milchzucker, ranzigen und frittierten Fetten, Weizen und Alkohol

• Rauch-Stopp für Eltern oder Partner!

• Langes Stillen stärkt die Funktionen des Immunsystems allgemein
• Kinder sollten ruhig wieder mehr im Dreck spielen, übertriebene Sterilität im Haushalt ist nicht gesund und im übrigen auch nicht durchführbar, teuer und ineffizient. Es sensibilisiert gegenüber Fremdstoffen und belastet den Körper durch die substanzeigenen Giftwirkungen.
Merke: Hände waschen statt Desinfektionsmittel.

• Eventuell besteht ein Zusammenhang zwischen Schwermetallbelastungen und Allergien, besonders durch das Quecksilber aus Amalgam-Zahnfüllungen. Das kann ausgetestet werden, damit keine unnötigen Zahnbehandlungen und Kosten verursacht werden müssen.

• Bachblüten helfen in vielen Fällen, die Allergie-Bereitschaft zu reduzieren. Man sollte sich darauf jedoch nicht blind verlassen

• Mudra: rechte und linke Hand wie folgt halten: Zeigefinger einrollen in das Daumengrundgelenk, Endglieder von Daumen und Mittelfinger aufeinanderlegen.

• Entspannungsmethoden erlernen, um negative Informationen aus dem Nervensystem entfernen zu helfen, die einer Heilung im Wege stehen. Das ist wissenschaftlich bewiesen. Die wissenschaftliche Forschungsrichtung heißt: Psycho-Neuro-Immunologie.


Borreliose:
Etwa 80.000 Deutsche erkranken pro Jahr an der Borreliose, einer übertragbaren bakteriellen Erkrankung, deren Wirt der Holzbock ist, auch als Zecke bekannt. Eine Impfung ist zwar in Vorbereitung, doch in Mitteleuropa noch nicht auf dem Markt. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über ganz Europa und Nordamerika. Ähnlich wie die Borreliose nimmt auch die Frühsommer-Hirnhautentzündung (FSME) seit Jahren stetig zu.

Die FSME wird durch Viren ausgelöst. Sie wird ebenfalls vom Holzbock übertragen. Hiergegen ist eine Impfung bereits möglich. Sie sollte allerdings nur nach strenger Indikationsstellung durch den Arzt erfolgen. Kinder unter 3 Jahren müssen davon ausgenommen werden. Bewohner der betroffenen Regionen, wie Schwarzwald, die südlichen Bereiche von Baden-Württemberg und Ostbayern, sowie Reisende in diese inländischen Endemiegebiete, können auf Kosten der Krankenkassen geimpft werden.

Die Zecken befallen bei Erwachsenen überwiegend die Unterschenkel bis hin zu den Knien aber auch jede Körperstelle, die Wärme und spätes Entdecken garantiert: Achselhöhlen, Nacken inklusive Haaransatz. Kinder erwischt es eher an Kopf und Hals.

Die Borreliose gilt als das Chamäleon unter den Infektionen. Man unterscheidet 3 Stadien:

1. Lokale Reaktion an der Stich-Stelle: (in der oft noch der Kopf oder das ganze Insekt steckt). Im Falle einer Infektion entsteht eine Rötung, das sogenannte Erythema migrans rund um die Einstichstelle, die "wandernde Rötung". Sie kann ringförmig oder flächig rot sein, auch flammend rot oder bläschenförmig. Sogar Blässe anstelle von Rötung wurde schon gesehen. Auch Hautschuppung ist möglich. Im Unterschied zu anderen Hautinfektionen (z.B. sogenanntes Erysipel) sind die weißen Blutkörperchen im Blut nicht vermehrt. Häufig stellen sich Müdigkeit, Kopfschmerzen und Fieber ein.

Merke: Nicht jede Infektion ruft lokale Reaktionen hervor.

2. Ausbreitung der Infektion (Disseminierung): Jetzt treten grippeartige Symptome auf, wichtige Unterscheidung: kein Katarrh. Weitere Symptome: Lymphknotenschwellungen, Gelenkschmerzen, einzelne Gelenkentzündungen, Muskelschmerzen, Herzmuskelentzündung, Zeichen einer Hirnhautbeteiligung mit Nackensteife, wandernde Schmerzen, besonders nachts im Bereich der Stichstelle. Das kann begleitet sein von einem ringförmigen Kopfschmerz, der den Kopf wie eine Kappe umschließt. Der Gesichtsnerv ist möglicherweise auch betroffen, erkennbar an Lähmungszeichen mit hängender Gesichtshälfte.

3. Hautentzündungen an Händen oder Füßen (Acrodermatitis chronica atrophicans): Nervenstörungen an Beinen und Armen mit und ohne Taubheitsgefühl, meist wechselnde unspezifische Missempfindungen, Müdigkeitssyndrom, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, für die keine Ursache gefunden werden kann und schweres allgemeines Krankheitsgefühl bestimmen das III Stadium, das dem der FSME durchaus ähneln kann.

Behandlung: Bis zu 72 Stunden nach dem Stich der Zecke (oder Biss, je nach Sichtweise) kann erfolgreich mit dem Antibiotikum Doxycyclin behandelt werden: Antibiotika-Prophylaxe. Die Infektionsrate kann erheblich gesenkt werden. Dauer: 14-21 Tage.

Bei Allergien gibt es Ausweichmedikamente. In den neurologischen Spätstadien behandelt man in den meisten Fällen mit mindestens 4-wöchigen täglichen Antibiotikainfusionen (7x pro Woche). Man verwendet dann andere Mittel: Ceftriaxon, Cefotaxim oder 3,3 Millionen Einheiten Penicillin G alle 4 Stunden. Der Aufwand ist hoch und muss konsequent betrieben werden.

Beachte: 1 Stunde vor und nach der Einnahme von Doxycyclin darf keine Milch getrunken werden, weil das die Aufnahme des Medikamentes (Resorption) behindert.


Frühsommer-Meningo-Encephalitis (FSME):
Die FSME unterscheidet sich von der Borreliose schon dadurch, dass sie in 1 Prozent der Fälle zum Tod führt. Auch behalten die Erkrankten nach Überstehen der schweren Erkrankung in vielen Fällen z.T. erhebliche Restschäden zurück.

Inkubationszeit: 10 Tage, Beginn: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Nach einem fieberfreien Intervall von 3 bis 7 Tagen folgt bei 10 Prozent der Betroffenen die 2. Erkrankungsphase, die meist schwer und hoch fieberhaft verläuft. 60 Prozent erleiden eine Hirnhauterkrankung, 30 Prozent zusätzlich eine Gehirnentzündung, die sich bei 10 Prozent über das Rückenmark bis in die peripheren Nerven des Rückens erstrecken kann.

Bei Kindern verläuft das Geschehen meist als Hirnhautentzündung ohne bleibende Schäden.

Impfung: ab 4.Lebensjahr. Schema: 1. Tag X, 2. X+4 Wochen, 3. X+9-12 Monate. 2 Wochen nach der zweiten Impfung ist ein Schutz von 95 Prozent, nach der dritten fast 100 Prozent erreicht, zumindest bei Kindern.

Nebenwirkungen: lokale Rötungen, Lymphknotenschwellungen, Übelkeit, Erbrechen. Müdigkeit, Muskel- und Gelenkbeschwerden und Nackenschmerzen. Diese Symptome treten meist nur nach der ersten Impfung auf, bei Kindern häufiger als bei Erwachsenen.

Tipp: Suchen Sie sich nach einem Aufenthalt im Freien gegenseitig nach möglichen Zecken am ganzen Körper ab. Meiden Sie das Unterholz, verwenden Sie Repellents (s.o.), tragen Sie helle, geschlossene Kleidung.

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